{"id":21256,"date":"2012-04-02T13:33:00","date_gmt":"2012-04-02T11:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/alternatives-welt-wasser-forum-und-rio20\/"},"modified":"2023-09-27T16:06:34","modified_gmt":"2023-09-27T14:06:34","slug":"alternatives-welt-wasser-forum-und-rio20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/article\/alternatives-welt-wasser-forum-und-rio20\/","title":{"rendered":"Alternatives Welt-Wasser-Forum und Rio+20"},"content":{"rendered":"<p>Das <i>Alternative Welt-Wasser-Forum<\/i> (AWWF) fand zwischen 14. und 17. M\u00e4rz in Marseille statt, w\u00e4hrend zur selben Zeit das offizielle Wasserforum tagte. Letzteres war ein auffallender Misserfolg, nur 3.000 von erwarteten 20.000 Teilnehmer\/innen waren gekommen.<br \/>\nDem AWWF gelang es hingegen, mit viel weniger Ressourcen an die 5.000 Teilnehmer\/innen zusammen zu bringen, zu denen Vertreter\/innen aus lokalen Vereinigungen, die zu Wasserthemen arbeiten, Gewerkschafter\/innen, NGOs, Delegationen aus Afrika, Asien, Nord- und S\u00fcdamerika z\u00e4hlten. <i>transform! europe<\/i> beteiligte sich ebenfalls an diesem Treffen und hatte einen Stand mit seinen Materialien.<br \/>\nVom offiziellen Forum entt\u00e4uscht, suchten einige der dort Teilnehmenden \u201eAsyl\u201c beim AWWF, da ihrer Einsch\u00e4tzung nach das offizielle Forum keine Antworten auf die wirklichen Probleme, die mit der Wasserversorgung zu tun haben, zu geben imstande war. Schlie\u00dflich besch\u00e4ftigte sich das offizielle Forum im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen und spekulativen Sorgen von multinationalen Konzernen wie Veolia, Coca-Cola usw.<br \/>\nDie Teilnehmer\/innenschaft am AWWF war sehr vielf\u00e4ltig, es gab Begegnungen und Austausch zwischen vielen Bewegungen. Eine der in diesem Rahmen stattfindenden Zusammenk\u00fcnfte hatte das AWWF und <i>Rio+20<\/i> zum Inhalt. Alle, die an diesem Treffen teilnahmen, best\u00e4tigten, dass sich an der Wasserfrage die ganze Bandbreite der Probleme zeigt, die sich aus der Kommerzialisierung der Natur ergeben \u2013 &nbsp;die Privatisierung des Zugangs zu Wasser z.B. ebenso wie die Monopolisierung von Grund und Boden. Die multinationalen Konzerne kaufen Land auf, bauen Staud\u00e4mme usw., um die Wasservorkommen besser zu kontrollieren zu k\u00f6nnen und sie auf finanziell gewinnbringende Art und Weise zu vermarkten.<br \/>\nViele thematisierten die \u201ePrivate-Public-Partnerships\u201c, deren einziger Zweck darin besteht, \u00f6ffentliche K\u00f6rperschaften f\u00fcr die Investitionen aufkommen zu lassen, damit die privaten Partner Profit machen k\u00f6nnen.<br \/>\nNur eine \u201ePublic-Public-Partnership\u201c kann die Anforderungen an eine \u00f6ffentliche Dienstleistung, wie die Menschen sie brauchen, erf\u00fcllen. Besondere Betonung wurde auf die Notwendigkeit demokratischen Managements gelegt, nicht abgehoben von der Bev\u00f6lkerung, die es betrifft \u2013 das w\u00e4re die andere Seite des \u00f6ffentlichen Managements. <\/p>\n<h3><b>Einige Themen schienen f\u00fcr den <i>Rio+20<\/i>-Gipfel wichtig<\/b><\/h3>\n<ul>\n<li>Das wesentliche Problem besteht in der Frage der \u201eGr\u00fcnen \u00d6konomie\u201c, die vom offiziellen <i>Rio+20<\/i>-Gipfel vorgeschlagen wurde. Dieses Anliegen ist g\u00e4nzlich zu einem der Kommerzialisierung verkommen und zu einem neuen Gegenstand der Spekulation geworden \u2013 der Spekulation mit der Natur via Wasser. Diese \u201eGr\u00fcne \u00d6konomie\u201c verk\u00f6rpert in keiner Weise einen Modus von Entwicklung, die der \u00f6kologischen und sozialen Krise gegensteuern k\u00f6nnte. Hinter einem Vokabular, das so tut als ber\u00fccksichtigte es \u00f6kologische Anliegen, verbergen sich Bedingungen, die ein neues Stadium der Finanzialisierung bedeuten. Der Kampf dagegen muss an der Basis gef\u00fchrt werden, damit immer mehr Menschen die Gefahren verstehen, die vor uns liegen.&nbsp; <\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Der Zusammenhang zwischen \u00f6kologischen und sozialen Themen und vor allem ihre Konvergenz werden von \u00d6kologie-Gruppen anders gesehen als von Organisationen und Gruppierungen, die sich vornehmlich mit sozialen Problemen befassen, etwa die Gewerkschaften. Diese Verbindung zwischen \u00d6kologischem und Sozialem betrifft nicht nur Fragen wie den Schutz indigener Bev\u00f6lkerungen und ihrer Lebensweise, sondern betrifft auch \u201ewestliche\u201c Gesellschaften: beispielsweise mit der Frage, welchen sozialen und \u00f6kologischen Wandel es im Hinblick auf die Stahl und Metall verarbeitende Industrie braucht.&nbsp; <\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Der Dialog muss vertieft und \u00dcbereinstimmung muss gefunden werden, wollen wir einer starke Position innehaben, wenn es darum geht, dieser \u201eGr\u00fcnen \u00d6konomie\u201c entgegenzutreten, die uns Ultraliberalen aufzwingen wollen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><b>Vorschl\u00e4ge f\u00fcr <i>Rio+20<\/i><\/b><\/h3>\n<p>Ein Gipfel der V\u00f6lker f\u00fcr soziale und Umweltgerechtigkeit und gegen die Kommerzialisierung der Natur und lebender Organismen:<\/p>\n<ul>\n<li>Von 15.-17. Juni 2012: Zusammenk\u00fcnfte zu thematischen Fragen<\/li>\n<li>17. Juni: Gro\u00dfer Marsch durch Rio<\/li>\n<li>20. Juni: Internationaler globaler Aktionstag <\/li>\n<li>Jeden Abend: Der gegenseitigen Ann\u00e4herung dienende Begegnungen&nbsp;<\/li>\n<li>22. Juni: Abschlusserkl\u00e4rung<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Alternative Welt-Wasser-Forum (AWWF) fand zwischen 14. und 17. M\u00e4rz in Marseille statt, w\u00e4hrend zur selben Zeit das offizielle Wasserforum tagte. Letzteres war ein auffallender Misserfolg, nur 3.000 von erwarteten 20.000 Teilnehmer\/innen waren gekommen. Dem AWWF gelang es hingegen, mit viel weniger Ressourcen an die 5.000 Teilnehmer\/innen zusammen zu bringen, zu denen Vertreter\/innen aus lokalen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[61,2458],"tags":[],"class_list":["post-21256","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-article","category-artikel","person-chantal-delmas-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21256"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21256\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27217,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21256\/revisions\/27217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21256"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}