{"id":21272,"date":"2012-05-25T09:43:00","date_gmt":"2012-05-25T07:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/besetzen-wir-das-patriarchat-mach-mit\/"},"modified":"2023-09-27T16:06:42","modified_gmt":"2023-09-27T14:06:42","slug":"besetzen-wir-das-patriarchat-mach-mit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/article\/besetzen-wir-das-patriarchat-mach-mit\/","title":{"rendered":"Besetzen wir das Patriarchat! Mach mit!"},"content":{"rendered":"<p>Unter dieser Losung und mit \u00fcber 60 Zelten wurde am 12. Mai die zentrale Wiener Ringstra\u00dfe zehn Stunden lang von Frauen besetzt. \u201eWir beziehen uns mit dieser Aktion im \u00f6ffentlichen Raum auf die sozialen Bewegungen weltweit, die f\u00fcr eine demokratische und gerechtere Welt k\u00e4mpfen und die Auswirkungen der aktuellen Wirtschafts-, Finanz- und Politikkrise nicht einfach hinzunehmen bereit sind\u201c, hie\u00df es im Aufruf zur Zeltstadt.&nbsp;<br \/>\nEs war dies bereits die 2. gro\u00dfe Mobilisierung der Plattform 20000frauen, die sich vor 2 Jahren als breite zivilgesellschaftliche Bewegung zusammenfand und inzwischen als frauenpolitischer Faktor in \u00d6sterreich etabliert hat. Neben der Sichtbarmachung frauenpolitischer Defizite im \u00f6ffentlichen Raum und mit kleineren Aktionen das ganze Jahr \u00fcber wird auf gemeinsam mit dem Frauenministerium veranstalteten Enqueten auch die inhaltliche Auseinandersetzung vorangetrieben. Denn das Erkennen gemeinsamer Interessen darf die ebenso vorhandenen Differenzen nicht \u00fcberdecken.<br \/>\nAls Angeh\u00f6rige und Privilegierte einer reichen Industrienation k\u00f6nnen wir in unseren K\u00e4mpfen um unseren Anteil am Kuchen nicht au\u00dfer Acht lassen, dass dieser durch die Ausbeutung von Ressourcen anderer L\u00e4nder und ihren Bev\u00f6lkerungen gebacken wird. Unser Kampf um ad\u00e4quate Berufsarbeitspl\u00e4tze muss im Blickfeld haben, dass dies nicht selten mittels Abschiebung der Reproduktionsarbeiten auf Migrantinnen erm\u00f6glicht wird. Diesen Tatsachen wird im \u201eVisionen\u201c-Text der Plattform Rechnung getragen, die so auch als den Interessen aller Plattformfrauen Ausdruck verleihend gelesen werden k\u00f6nnen. Dieser Text ist in 7 Sprachen \u00fcbersetzt, die deutsche Fassung siehe unter:\n<link http:\/\/zwanzigtausendfrauen.at\/2011\/01\/unsere-vision\/>http:\/\/zwanzigtausendfrauen.at\/2011\/01\/unsere-vision\/<\/link>\nDie Differenzen sind vor allem dort zu orten, wo es um realpolitische Forderungen und Strategien zur Ver\u00e4nderung geht bzw. auch um die objektiven M\u00f6glichkeiten, diese in die \u00d6ffentlichkeit oder in die entsprechenden Institutionen zu tragen und Diskussionen und Diskursverschiebungen auszul\u00f6sen. Dem voran gibt es die grundlegende Differenz in den Einsch\u00e4tzungen der aktuellen politischen Situation in den Polen der systemimmanenten und der systemkritischen bzw. -\u00fcberwindenden Kritik.<br \/>\nDennoch zeigte schon die Demonstration am 19. M\u00e4rz 2011, dass es diesem sehr heterogenen B\u00fcndnis m\u00f6glich war, v\u00f6llig neue Zielgruppen von Frauen zu erreichen \u2013 nicht wenige, die \u00fcberhaupt das erste Mal f\u00fcr ihre Anliegen auf die Stra\u00dfe gegangen sind und sp\u00fcren konnten, dass sie damit nicht allein sind. So bietet die Plattform einen Raum der Vernetzung von Frauen und ihren Diskussionen.<br \/>\nIm Wissen, wenn es links keinen ausreichenden Druck gibt, findet sich die Mitte im Sog nach rechts wieder, denke ich, dass die Plattform 20000frauen durch die sehr heterogene Zusammenarbeit feministisch und damit in der Radikalit\u00e4t der feministischen Theorie links anschieben konnte, und die gemischte Linke des Landes t\u00e4te vielleicht gut daran, von diesen aktuellen feministischen Praxen zu lernen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweite gro\u00dfe Mobilisierung der Plattform 20000frauen in Wien<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[61,2458],"tags":[],"class_list":["post-21272","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-article","category-artikel","person-heidemarie-ambrosch-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21272"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21272\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27233,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21272\/revisions\/27233"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}