{"id":21584,"date":"2013-06-09T08:33:00","date_gmt":"2013-06-09T06:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/alter-summit-ein-manifest-der-menschen\/"},"modified":"2023-09-27T16:07:29","modified_gmt":"2023-09-27T14:07:29","slug":"alter-summit-ein-manifest-der-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/article\/alter-summit-ein-manifest-der-menschen\/","title":{"rendered":"Alter Summit: Ein Manifest der Menschen"},"content":{"rendered":"<p>Erste Eindr\u00fccke online auf der <span style=\"font-weight: bold;\"><link http:\/\/www.altersummit.eu\/ - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">Alter Summit page<\/link><\/span><br \/>\nVideos rechts unter <span style=\"color: #ee0000\"><i><b>Multimedia<\/b><\/i><\/span><br \/>\nSpenden ist <link https:\/\/www.paypal.com\/be\/cgi-bin\/webscr?cmd=_flow&#038;SESSION=nl1EOMorPXLC6BDbjrrezM2z_BmQULJgLCpfZZq8IiZc2wnJjZ7SsNJJDzW&#038;dispatch=5885d80a13c0db1f8e263663d3faee8d4e181b3aff599f99e8c17bd6c7fe2f56 - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">hier <\/link>m\u00f6glich.<br \/><span style=\"color: #ee0000\"><b><i><\/i><\/b><\/span><br \/>\n&#8212;&#8211;<br \/>\n<span style=\"font-style: italic;\">Das ist die Letztversion des Manifests. Es wird am Freitag, den&nbsp;7.Juni, in Athen pr\u00e4sentiert. Manifest als pdf&nbsp;unter <\/span><span style=\"color: #ee0000\"><b><i>Dokumentation<\/i><\/b><\/span><\/p>\n<h2 class=\"align-left\">Ein Manifest der Menschen in Europa&nbsp;<\/h2>\n<p class=\"align-left\"><b>Unsere gemeinsamen dringlichen F<\/b><b>orderungen&nbsp;<\/b><b>f\u00fcr ein demokratisches, soziales, \u00f6<\/b><b>kologisches und feministisches Europa<\/b><\/p>\n<p class=\"align-left\"><b>Stoppen wir die Austerit\u00e4tspolitik u<\/b><b>nd fordern wir echte Demokratie<\/b><\/p>\n<p>Europa steht vor dem Abgrund. Die Austerit\u00e4tspolitik treibt die Menschen in Europa in die Armut, untergr\u00e4bt die Demokratie und zerst\u00f6rt soziale Errungenschaften. Die wachsende Ungleichheit gef\u00e4hrdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Umweltzerst\u00f6rung nimmt zu und humanit\u00e4re Krisen verw\u00fcsten die am st\u00e4rksten betro\ufb00enen L\u00e4nder. Hauptleidtragende sind Frauen und junge Menschen.<br \/>\nDie europ\u00e4ische Oligarchie setzt zunehmend autorit\u00e4re Methoden ein, um ein gescheitertes neoliberales System zu erhalten, ungeachtet breiten Protestes und Widerstands. Demokratie und Frieden sind in Gefahr. Die religi\u00f6s, ras\u00adsistisch, homophob, sexistisch und nationalistisch motivierte Diskriminierung nimmt zu und die Krise versch\u00e4rft sich Tag f\u00fcr Tag. W\u00e4hrend die Existenz der EU selbst auf dem Spiel steht, schw\u00e4cht die gegenw\u00e4rtige Politik die So\u00adlidarit\u00e4t zwischen den Menschen in Europa.<br \/>\nUnser dringendstes Anliegen ist die Scha\ufb00ung eines Europas auf der Basis von Gleichheit, Solidarit\u00e4t und echter Demokratie. Derzeit dienen EU-Institutionen und europ\u00e4ische Regierungen den Finanzm\u00e4rkten und missachten die demokratische Souver\u00e4nit\u00e4t. Sie m\u00fcssen demokratischer Kontrolle unterstellt werden, das \u00f6\ufb00entliche Wohl muss Vorrang erhalten und \u00f6kologische wie auch soziale Bed\u00fcrfnisse m\u00fcssen erf\u00fcllt werden. Auf diesen Prinzipien gr\u00fcnden wir in Solidarit\u00e4t mit den Menschen auf der ganzen Welt unsere Forderungen nach einem demokratischen, sozialen, \u00f6kologischen und feministischen Europa. <\/p>\n<h3>I. Den erzwungenen Schuldendienst beenden <\/h3>\n<p><b>Die \u00f6\ufb00entliche Verschuldung hat ihren Ursprung in \u00f6konomischen und politischen Entscheidungen, die noch immer auf der Agenda der EU-Institutionen und der europ\u00e4ischen Regierungen stehen. <\/b>Die jahrzehntelange zur\u00fcckhaltende Steuerpolitik hat ganz bewusst den unerh\u00f6rten Reichtum einer kleinen Minderheit vermehrt, w\u00e4hrend gleichzeitig die Einnahmen der \u00f6\ufb00entlichen Hand sanken und Banken mit Steuergeldern gerettet wurden. Die Austerit\u00e4tspolitik hat Haushalte und kleine Unternehmen ihrer Mittel beraubt und die wirtschaftliche Rezession zu\u00adnehmend versch\u00e4rft. Spekulation mit \u00f6\ufb00entlichen Anleihen geh\u00f6rt f\u00fcr private Banken zum t\u00e4glichen Gesch\u00e4ft, w\u00e4hrend \u00f6\ufb00entliche Finanzen durch Korruption und Kungelei zwischen Politik und Privatwirtschaft vergeudet wurden.&nbsp;<br \/>\nZudem geht die private Verschuldung in vielen L\u00e4ndern auf Darlehen zur\u00fcck, die vom Finanzsektor wie auch von Regierungen durch aggressive Werbemethoden gef\u00f6rdert wurden und als Ausgleich f\u00fcr stagnierende Reall\u00f6hne bei gleichzeitig steigenden Preisen dienen sollten.<br \/>\n<b>Die von europ\u00e4ischen Institutionen und Regierungen eingef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen zielen darauf ab, dass die Menschen f\u00fcr all diese Schulden aufkommen. <\/b>Jedoch k\u00f6nnen diese Schulden gr\u00f6\u00dftenteils als illegitim angesehen werden, weil sie ohne R\u00fccksicht auf das Gemeinwohl entstanden sind. Mittlerweile ist klar, dass einige L\u00e4nder nie in der Lage sein werden, ihre Schulden zur\u00fcckzuzahlen.<br \/>\n<b>Menschenrechte vor Schuldendienst, menschliche Bed\u00fcrfnisse vor Pro\ufb01t. <\/b>Wir fordern dringend europaweite Ma\u00df\u00adnahmen, die die Menschen vom Druck der Finanzm\u00e4rkte und der Austerit\u00e4tspolitik befreien. Haushalts-, Steuer- und Geldpolitik m\u00fcssen ge\u00e4ndert werden um der Schuldenfalle zu entkommen.&nbsp;<br \/>\n<b>Unsere gemeinsamen dringlichen Forderungen<\/b><br \/>\n1. Sofortige Annullierung der \u201eMemoranden\u201c, die \u00fcberschuldeten L\u00e4ndern von der Troika aufgezwungen wurden. Streichung eines erheblichen Teils der \u00f6\ufb00entlichen Schulden ohne Verletzung der berechtigten Interessen der Kleinanleger\/-innen, Kleinsparer\/-innen und Kleinrentner\/-innen. Die Banken und der gesamte Finanzsektor m\u00fcssen ihren Anteil an den Verlusten tragen. Die genaue H\u00f6he der Schuldenstreichungen sollte in einem demo\u00adkratischen Prozess ermittelt werden, dazu k\u00f6nnen Schuldenaudits als geeignetes Mittel dienen.&nbsp;<br \/>\n2. Aussetzung des Schuldendienstes, bis die Bev\u00f6lkerungen vor steigender Armut und Arbeitslosigkeit gesch\u00fctzt sind, wirtschaftliche Entwicklung und \u00f6kologischer Umbau sichergestellt sind, der \u00f6\ufb00entliche Dienst gest\u00e4rkt ist und soziale und \u00f6konomische Rechte gew\u00e4hrleistet sind.<br \/>\n3. Beteiligung des reichsten Teils der Bev\u00f6lkerung mit einer einmaligen Verm\u00f6gensabgabe.<br \/>\n4. Verp\ufb02ichtung der Europ\u00e4ischen Zentralbank und anderer \u00f6\ufb00entlicher europ\u00e4ischer Finanzinstitute zu direkter Staats\ufb01nanzierung unter demokratischer Kontrolle, zu niedrigen Zinsen und ohne Zwang zu neoliberalen \u201eRe\u00adformprogrammen\u201c. <\/p>\n<h3>II. F\u00fcr ein \u00f6kologisches und soziales Europa: K\u00fcrzungsprogramme zur\u00fccknehmen&nbsp;<\/h3>\n<p><b>In ganz Europa, besonders in L\u00e4ndern S\u00fcd-und Osteuropas, sind brutale Austerit\u00e4tsma\u00dfnahmen umgesetzt worden<\/b> \u2013 vorgeblich um den Schuldendienst sicherzustellen und die Verschuldung zu verringern. Ganze Bev\u00f6lkerungen sind \u00fcberlastet, \u00f6\ufb00entliche Ausgaben wurden in wesentlichen Bereichen massiv gek\u00fcrzt und sinnvolle Investitionen in Forschung und wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten verringert, obwohl diese Ausgaben zu einem sozialen und \u00f6kologischen Umbau beitragen k\u00f6nnten.&nbsp;<br \/>\nDiese von EU-Institutionen und europ\u00e4ischen Regierungen erzwungenen Austerit\u00e4tsma\u00dfnahmen erzeugen eine Ab-w\u00e4rtsspirale, zerst\u00f6ren Volkswirtschaften, f\u00fchren zu steigender Arbeitslosigkeit und Armut sowie zu steigenden Schul\u00adden und De\ufb01ziten und versch\u00e4rfen die \u00f6kologische Krise und die Umweltzerst\u00f6rung. Unterdessen kann sich eine kleine Minderheit ma\u00dflos bereichern.<br \/>\n<b>Mehr als die H\u00e4lfte des europ\u00e4ischen Verm\u00f6gens ist heute in H\u00e4nden von zehn Prozent der Bev\u00f6lkerung.<\/b> Die ge\u00adgenw\u00e4rtige Politik ist so gestaltet, dass sie diese Ungerechtigkeit ebenso aufrechterh\u00e4lt wie das neoliberale Modell, das unseren Planeten zerst\u00f6rt und demokratische wie soziale Rechte untergr\u00e4bt.<br \/>\nWir fordern eine vollst\u00e4ndige Abkehr von dieser Politik und ein Gesellschaftsmodell, das soziale Gerechtigkeit, Gleichheit, eine gerechte Verteilung des Reichtums, \u00f6kologische Nachhaltigkeit und den Schutz der Gemeing\u00fcter sicherstellt.<br \/>\n<b>Unsere gemeinsamen dringlichen Forderungen<\/b> <\/p>\n<ol>\n<li>Stopp der Austerit\u00e4tspolitik, die Europa immer tiefer in die Rezession treibt. Aufhebung oder Ablehnung der Vertr\u00e4ge und Regulierungen, die diese Politik festschreiben, dazu geh\u00f6ren der Fiskalpakt, der Sixpack, der Two\u00adpack und der zurzeit verhandelte Pakt f\u00fcr Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Die Handelsungleichgewichte in der Eurozone m\u00fcssen reduziert werden, indem die Politik der \u00dcberschussl\u00e4nder angepasst wird, und nicht, indem De\ufb01zitl\u00e4n\u00addern Austerit\u00e4tsma\u00dfnahmen auferlegt werden. Die Finanzpolitik muss Gegenstand demokratischer Entschei\u00addungsprozesse bleiben.\n<\/li>\n<li>Sicherstellung von Steuergerechtigkeit durch die Einf\u00fchrung einer gerechten, progressiven und dauerhaften Be\u00adsteuerung von Einkommen, Verm\u00f6gen und Unternehmensgewinnen mit e\ufb00ektiven Mindests\u00e4tzen in allen eu\u00adrop\u00e4ischen L\u00e4ndern. Die Erh\u00f6hung von Verbrauchssteuern wie der Mehrwertsteuer ist zur\u00fcckzunehmen, bei Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs sind diese Steuern deutlich zu verringern. Steueroasen sind zu schlie\u00dfen, Ma\u00df\u00adnahmen gegen Betrug, Steuervermeidung und -hinterziehung sind zu versch\u00e4rfen.\n<\/li>\n<li>Entwicklung europaweiter \u00f6\ufb00entlicher Investitionsprogramme unter gesellschaftlicher Kontrolle zum sozialen und \u00f6kologischen Umbau. Dieser Umbau sollte auf einer Industrie-und Agrarpolitik basieren, die auf die \u00f6ko\u00adlogische Krise ebenso eingeht wie auf die Notwendigkeit, Millionen hochwertige Arbeitspl\u00e4tze zu scha\ufb00en und die sich auf \u00f6kologisch nachhaltige und gesellschaftlich sinnvolle T\u00e4tigkeiten im \u00f6\ufb00entlichen Interesse st\u00fctzt. Dazu geh\u00f6ren verst\u00e4rkte Investitionen in Bildung, Energiewende, \u00f6\ufb00entliche Verkehrsmittel und Ern\u00e4hrungs\u00adsouver\u00e4nit\u00e4t. Gleichzeitig sind R\u00fcstungsausgaben und \u00f6kologisch wie gesellschaftlich nachteilige Aktivit\u00e4ten ab\u00adzubauen. Die \u00f6\ufb00entlichen Haushalte der EU und der Staaten in Europa sind entsprechend umzustrukturieren.\n<\/li>\n<li>St\u00e4rkung und Weiterentwicklung der gesellschaftlichen und \u00f6kologischen Gemeing\u00fcter, Neude\ufb01nition und Aus\u00adweitung des \u00f6\ufb00entlichen Dienstes, dazu geh\u00f6ren die Bereiche Gesundheitsversorgung, wissenschaftliche For\u00adschung, Bildung, Kleinkinderbetreuung, Verkehr, Energie, Wasser, Information und Kultur, \u00f6\ufb00entliche Wohnungswirtschaft und Kreditwesen u.a.m. Die Privatisierung dieser Bereiche ist zu stoppen, ihre kooperativen und \u00f6\ufb00entlichen Eigentumsstrukturen sind zu st\u00e4rken und ihre demokratische Kontrolle ist zu regeln.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<h3>III. Rechte f\u00fcr alle: Nein zu Armut und Unsicherheit&nbsp;<\/h3>\n<p><b>Die Austerit\u00e4tspolitik greift soziale und \u00f6konomische Rechte an und zerst\u00f6rt die soziale Sicherheit.<\/b> Sie f\u00fchrt in vielen L\u00e4ndern zu einem R\u00fcckgang des Lebensstandards und zu akuten humanit\u00e4ren Notsituationen. Massenar\u00adbeitslosigkeit und eine radikale Verschlechterung der Lebens-und Arbeitsbedingungen sind die Folgen. Das wie\u00adderum f\u00fchrt zu einem inakzeptablen Anstieg der Armut: In der EU sind heute 120 Millionen Menschen arm.<br \/>\nIn der gegenw\u00e4rtigen Krise gehen die Ma\u00dfnahmen dieser Politik sogar noch weiter: Die Rechte der Arbeitnehmer\/\u00adinnen und die Funktion der Gewerkschaften werden geschw\u00e4cht, einschlie\u00dflich ihrer Organisationsf\u00e4higkeit und ihrer Tarifverhandlungsf\u00e4higkeit. Diese Politik macht Wettbewerbsf\u00e4higkeit zum Prinzip um die Bev\u00f6lkerung zu spalten, Gewinne zu erh\u00f6hen, L\u00f6hne zu senken und die Natur ebenso wie menschliche Aktivit\u00e4ten zur Ware zu ma\u00adchen. Freihandelsabkommen f\u00f6rdern den Wettbewerb um die niedrigsten sozialen, \u00f6kologischen und steuerrechtli\u00adchen Standards.<br \/>\n<b>Unter prek\u00e4ren Bedingungen lebende Menschen, Arbeiter\/-innen, Arbeitslose, Behinderte und Rentner\/-innen sind am st\u00e4rksten betro\ufb00en<\/b>, unter ihnen wiederum in erster Linie Frauen, junge Menschen und Migrant\/-innen. Frauen sind besonders betro\ufb00en von den Angri\ufb00en auf Arbeitsrechte und m\u00fcssen die Zerst\u00f6rung des \u00f6\ufb00entlichen Dienstes oft mit unbezahlter P\ufb02egearbeit ausgleichen; Migrantinnen und Migranten werden grundlegende Rechte versagt und eine ganze Generation junger Menschen in Europa sieht sich mit einer noch nie da gewesenen Arbeitslosigkeit und einem massiven sozialen Abstieg konfrontiert.<br \/>\nWir fordern, dass unabdingbare demokratische, \u00f6konomische, \u00f6kologische und soziale Rechte f\u00fcr alle Menschen gelten.<br \/>\n<b>Unsere gemeinsamen dringlichen Forderungen<\/b> <\/p>\n<ol>\n<li>Wiederherstellung des Rechts, Tarifverhandlungen und Arbeitsk\u00e4mpfe zu f\u00fchren; Erhaltung oder Wiederinkraft\u00adsetzung der Tarifvertr\u00e4ge und der Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Zuge der Austeri\u00adt\u00e4tspolitik eingeschr\u00e4nkt wurden. Garantierte Demokratie am Arbeitsplatz muss grundlegendes Recht von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern werden, die ILO-Standards und die Europ\u00e4ische Sozialcharta sind un\u00adeingeschr\u00e4nkt einzuhalten, prek\u00e4re Arbeitsverh\u00e4ltnisse m\u00fcssen beseitigt werden.\n<\/li>\n<li>Sozial-und Lohndumping in Europa und weltweit muss beendet werden, zum Beispiel durch internationale Ab\u00adkommen. In Europa ist eine gemeinsame Basis f\u00fcr allgemeine Garantien zu entwickeln, die ein hohes Niveau der sozialen Sicherungen und \u00f6konomischen Rechte sicherstellen.\n<\/li>\n<li>L\u00f6hne sind zu erh\u00f6hen, ein angemessener Mindestlohn f\u00fcr alle Arbeitnehmer\/-innen ist per Gesetz oder Tarif\u00advertrag in allen Staaten ebenso einzuf\u00fchren wie ein Mindesteinkommen, das ausreichend ist um ein Leben in W\u00fcrde zu erm\u00f6glichen. Arbeitszeitverk\u00fcrzung bei vollem Lohnausgleich, Sicherstellung einer gerechten Verteilung von unbezahlter sozialer Arbeit, F\u00f6rderung hochwertiger und nachhaltiger Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse f\u00fcr alle bei guten Arbeitsbedingungen, drastischer Abbau von Lohndi\ufb00erenzen in einem Unternehmen.\n<\/li>\n<li>Schutz des Eigentums verschuldeter Haushalte, Einf\u00fchrung des Rechts auf angemessenen Wohnraum, voller Zu\u00adgang zu Gesundheitsvorsorge und hochwertiger medizinischer Versorgung.\n<\/li>\n<li>Herstellung der Gleichheit von Frauen und M\u00e4nnern bei L\u00f6hnen, Renten und beru\ufb02icher Entwicklung sowie Verbot einer auf Geschlecht, ethnischer Herkunft, Staatsangeh\u00f6rigkeit oder sexueller Orientierung beruhenden Diskriminierung am Arbeitsplatz. Entschiedene Bek\u00e4mpfung von Gewalt gegen Frauen.\n<\/li>\n<li>St\u00e4rkung des Schutzes von Migrantinnen und Migranten auf sozialer und politischer Ebene. Die Kriminalisierung von Migrantinnen und Migranten und Fl\u00fcchtlingen ist zu beenden. F\u00fcr Migrantinnen und Migranten haben die gleichen Rechte zu gelten. Das Asylrecht ist zu gew\u00e4hrleisten, Sammellager sind zu schlie\u00dfen, die EU-Agentur Frontex ist aufzul\u00f6sen, ihre T\u00e4tigkeit an den Au\u00dfengrenzen der EU ist einzustellen.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<h3>IV. F\u00fcr eine demokratische Wirtschaftsordnung: Banken m\u00fcssen dem Gemeinwohl dienen&nbsp;<\/h3>\n<p><b>Der Zusammenbruch des privaten Bankensystems im Jahr 2008 war kein Unfall,<\/b> sondern direkte Folgeerscheinung eines Finanzsystems, das nur Anteilseignern und Spekulanten dient \u2013 zum Schaden des Gemeinwohls. In den ver\u00adgangenen Jahrzehnten haben Regierungen dieses System gef\u00f6rdert und gest\u00e4rkt, indem sie jeder Forderung der Fi\u00adnanzindustrie nachgekommen sind. Zahlreiche \u00f6\ufb00entliche oder kooperative Kreditinstitute, die sich der Finanzierung sinnvoller regionaler Aktivit\u00e4ten gewidmet hatten, wurden privatisiert. W\u00e4hrenddessen hat das Fehlen einer e\ufb00ektiven Regulierung kriminellen Vereinigungen weltweit erm\u00f6glicht, ihr Geld zu waschen und ihre Pro\ufb01te frei zu investie\u00adren.<br \/>\nRegierungen reagierten auf die Krise, indem sie hunderte Milliarden Euro auf Kosten der Steuerzahler\/-innen in die Rettung von Banken steckten, der Finanzindustrie bedingungslose Garantien gew\u00e4hrten und damit private Ban\u00adken noch zus\u00e4tzlich st\u00e4rkten.<br \/>\n<b>Damit der Bankensektor und die Finanzindustrie von nun an dem Gemeinwohl, der Gesellschaft und der Umwelt dienen, muss die unangemessene Macht der Finanzinstitute durch strenge Regulierung sowie \u00f6\ufb00entliche und de\u00admokratische Kontrolle von Banken beschr\u00e4nkt werden.<\/b><br \/>\n<b>Unsere gemeinsamen dringlichen Forderungen:&nbsp;<\/b><\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Die umfassenden \u00f6\ufb00entlichen Garantien f\u00fcr private Finanzinstitute sind zu \u00fcberpr\u00fcfen; im Fall einer Bankenpleite muss eine \u00f6\ufb00entliche Kontrolle greifen um negative Auswirkungen auf die Gesellschaft zu verhindern. Die An\u00adteilseigner und Gl\u00e4ubiger von Banken m\u00fcssen ihren Teil des Verlustes tragen. Banken, die mit \u00f6\ufb00entlichem Geld aufrechterhalten werden, sind zu vergesellschaften.\n<\/li>\n<li>Banken und alle anderen Finanzinstitute sind einer e\ufb00ektiven und strengen Regulierung zu unterstellen, Invest\u00adment-und Gesch\u00e4ftsbanken sind vollst\u00e4ndig voneinander zu trennen. Steueroasen sind zu schlie\u00dfen und au\u00dfer\u00adbilanzielle Aktivit\u00e4ten zu unterbinden. Das Bankgeheimnis ist abzuscha\ufb00en. Eine Finanztransaktionssteuer ist ebenso einzuf\u00fchren wie eine Kontrolle von Kapital\ufb02\u00fcssen. Banken, die \u201etoo big to fail\u201c sind, m\u00fcssen in hand\u00adhabbare Einheiten zerlegt werden.\n<\/li>\n<li>Die demokratische Kontrolle von Banken und Finanzinstituten ist zu verst\u00e4rken. Die Kreditvergabe muss sich auf Aktivit\u00e4ten konzentrieren, die Arbeitspl\u00e4tze scha\ufb00en und die soziale und \u00f6kologische Entwicklung st\u00e4rken. \u00d6\ufb00entliche und genossenschaftlich organisierte Institute genie\u00dfen Vorrang und werden gef\u00f6rdert.&nbsp;<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Aufstehen f\u00fcr Demokratie!<\/h3>\n<p> Die gegenw\u00e4rtigen Entwicklungen in Europa zeitigen einen erheblichen Abbau der Demokratie. Die demokratische Debatte ist nahezu zum Erliegen gekommen, Repressionen gegen soziale Bewegungen nehmen zu und die Spaltung zwischen den Menschen und zwischen den Staaten wird st\u00e4rker. Das vorhersehbare Ergebnis ist ein Aufstieg rassis\u00adtischer, rechtsradikaler und faschistischer Bewegungen, da teilweise direkt gegen Migrantinnen und Migranten,&nbsp;<br \/>\nArme, Minderheiten, Ausl\u00e4nder\/-innen und Menschen in anderen Teilen Europas Ressentiments gesch\u00fcrt werden. Der beste Weg, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, ist die Austerit\u00e4tspolitik zu beenden. Alternativen sind vorhanden: Es liegt in unserer Verantwortung, die Machtverh\u00e4ltnisse zu \u00e4ndern mit dem Ziel, eine echte politische, soziale und \u00f6konomische Demokratie in Europa zu errichten. <\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>Weil wir eine selbsternannte europ\u00e4ische Oligarchie ablehnen, <\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>weil wir die Ausbeutung von Mensch und Natur in Europa und der ganzen Welt ablehnen, <\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>weil wir den Beitrag der EU zu Kon\ufb02ikten und Militarisierung ablehnen, <\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>weil wir die Beendung der Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung von Frauen <\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>und die Abscha\ufb00ung des Patriarchats fordern<\/i><i>,<\/i><i> <\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>weil wir echte Demokratie und echte Teilhabe fordern,<\/i> <\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>weil wir eine Gesellschaft fordern, die soziale und \u00f6kologische Bed\u00fcrfnisse in den Mittelpunkt stellt, <\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><b><i>sind wir entschlossen, eine gemeinsame Bewegung&nbsp;<\/i><\/b><b><i>f\u00fcr ein demokratisches, soziales, \u00f6kologisches und feministisches Europa zu scha\ufb00en.<\/i><\/b><\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>Wir unterst\u00fctzen und st\u00e4rken einander in unseren jeweiligen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. <\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><i>Wir wollen unsere Kr\u00e4fte b\u00fcndeln um gemeinsam f\u00fcr die Durchsetzung unserer Forderungen zu k\u00e4mpfen <\/i><i>und sie Wirklichkeit werden zu lassen \u2013 durch nationale und europaweite Aktionen.&nbsp;<\/i><\/p>\n<p class=\"align-left\"><span style=\"color: #ee0000\">Der Alter Summit am 7. und 8. Juni 2013 in Athen wird ein entscheidender Schritt in diese Richtung sein<\/span>. <\/p>\n<p>Zeitplan und Informationen: <link http:\/\/www.altersummit.eu - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">www.altersummit.eu<\/link>\nKontakt: info [a] altersummit.eu&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Finden Sie hier das Alter Summit-Manifest und zwei Mobilisierungs-Videos.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[61,2458],"tags":[1541],"class_list":["post-21584","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-article","category-artikel","tag-alter-summit"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21584","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21584"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21584\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27339,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21584\/revisions\/27339"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21584"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21584"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21584"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}