{"id":22079,"date":"2014-08-04T08:21:00","date_gmt":"2014-08-04T06:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/erfolgreiche-sommer-universitaet-2014-von-el-und-transform\/"},"modified":"2023-09-27T16:08:10","modified_gmt":"2023-09-27T14:08:10","slug":"erfolgreiche-sommer-universitaet-2014-von-el-und-transform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/article\/erfolgreiche-sommer-universitaet-2014-von-el-und-transform\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche Sommer-Universit\u00e4t 2014 von EL und transform!"},"content":{"rendered":"<p>Konstruktiv, konzentriert und kommunikativ arbeiteten Menschen unterschiedlichen Alters aus mindestens 32 L\u00e4ndern bei diesem einzigartigen j\u00e4hrlichen Basisevent von Europ\u00e4ischer Linker (EL) und <span style=\"font-style: italic; \">transform! europe<\/span> zusammen.<br \/>\nDie EL Sommer-Universit\u00e4t ist ein zunehmend wichtiges Vernetzungstreffen \u2013 auch angesichts der wachsenden europ\u00e4ischen Bedeutung der EL. Es gibt wenig vergleichbare Gelegenheiten, zu denen sich Funktionstr\u00e4ger aus verschiedenen EL-Mitgliedsparteien untereinander und mit interessierten Mitgliedern, mit nahestehenden Parteien und Organisationen in offener Atmosph\u00e4re austauschen k\u00f6nnen. F\u00fcnf Tage lang \u2013 inmitten der Ruhe und landschaftlichen Sch\u00f6nheit am Werbellinsee \u2013 war Zeit f\u00fcr gemeinsame Analysen, Debatten und Aktionspl\u00e4ne. Besonders intensiv wurden innerhalb und au\u00dferhalb der Veranstaltungen das Thema Ukraine und die Herausforderungen an Regierungsbeteiligungen diskutiert. Eine willkommene inhaltliche Erg\u00e4nzung lieferten zahlreiche Veranstaltungen des feministischen Netzwerks der EL (EL-Fem). Neben dem offiziellen Programm fanden eine Reihe selbstorganisierter Vernetzungstreffen statt. Das Treffen der verschiedenen Jugend- Studierendenorganisationen der Parteien sei hier nur beispielhaft genannt.<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Eine gut besuchte Plenardebatte mit Pierre Laurent<\/span>, dem Pr\u00e4sidenten der EL, bildete unbestritten den H\u00f6hepunkt der Veranstaltung und lieferte zugleich einen programmatischen Ausgangspunkt f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Arbeit der EL und ihrer Mitgliedsparteien. Pierre Laurent verwies auf einige zentrale politische Entwicklungen und Herausforderungen nach den Europawahlen: Er erinnerte daran, dass die EU- Institutionen bei vielen Menschen diskreditiert sind und dass begr\u00fcndeter Zweifel daran besteht, ob mit diesen Institutionen ein Ausweg aus der Krise gefunden werden kann. In der gemeinsamen Wahlauswertung wurde festgestellt, dass diese Verunsicherung ein gef\u00e4hrlicher N\u00e4hrboden f\u00fcr rechtsextreme und rechtspopulistische Kr\u00e4fte ist. Deren Erstarken konnte \u00fcberall dort verhindert oder wenigstens einged\u00e4mmt werden, wo starke und glaubw\u00fcrdige linke Kr\u00e4fte es geschafft haben, in den gesellschaftlichen Debatten die politische (und kulturelle) Hegemonie zu erringen. Die Kandidatur von Alexis Tsipras als Kommissionspr\u00e4sident und die gemeinsame Kampagne f\u00fcr ihn haben geholfen, linke europ\u00e4ische Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln.<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Viele Parteien und Bewegungen klopfen zur Zeit bei der Europ\u00e4ischen Linken an<\/span> und wollen mit ihr kooperieren, das spiegelte sich auch in der Teilnahme von Vertreter_innen linker Parteien (z.B. aus Slowenien und Irland) wieder, die bisher nicht in der EL organisiert sind. Auch als Ergebnis der Europawahl ist die EL eine zunehmend sichtbare und anerkannte Akteurin auf europ\u00e4ischer Ebene geworden. Pierre Laurent machte deutlich, dass es Aufgabe der linken Kr\u00e4fte ist, einerseits die interne Pluralit\u00e4t zu respektieren und zu integrieren und andererseits die Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln. Um das zu erm\u00f6glichen, schlug er f\u00fcnf Achsen f\u00fcr eine B\u00fcndelung der Aktivit\u00e4ten verschiedener linker Parteien vor:<br \/>\n<i>1. Europaweiter Kampf gegen Austerit\u00e4t.<br \/> 2. Kampf gegen das TTIP und andere Freihandelsabkommen.<br \/> 3. Kampf f\u00fcr die Demokratie und gegen zunehmend undemokratische EU-Strukturen. Dazu geh\u00f6rt auch die Verteidigung von Rechten und Freiheiten der Bev\u00f6lkerung und von Migrant_innen sowie die Abwehr rechtsextremer und rechtspopulistischer Kr\u00e4fte.<br \/> 4. Verst\u00e4rkter Kampf f\u00fcr Frieden und gegen Aufr\u00fcstung, einschlie\u00dflich der Mobilisierung gegen den NATO-Gipfel in Wales am 4. und 5. September.<br \/> 5. Die Durchf\u00fchrung eines \u201eForums der Alternativen\u201c im Mai 2015 in Frankreic,h um linke Parteien und Bewegungen (auch Gewerkschaften) auch jenseits der EL zusammenzubringen.<\/i><br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Zahlreiche Seminare und Workshops<\/span> der Sommer-Universit\u00e4t vertieften die inhaltlichen Schwerpunkte, wobei sowohl die Analyse als auch die konkrete Vernetzung der zuk\u00fcnftigen Arbeit eine Rolle spielten. Unter dem Titel \u201eReclaim Economy\u201c fanden Debatten \u00fcber Krisenfolgen in verschiedenen L\u00e4ndern, den Kampf gegen prek\u00e4re Lebensverh\u00e4ltnisse, Wirtschaftsdemokratie, Kooperation zwischen Partei, Bewegung und Gewerkschaften statt. F\u00fcr die Mehrheit war es wichtig, linke Parteien als Teil von Bewegungen zu verankern und dies auch immer wieder in der gemeinsamen Kampagnenarbeit mit Leben zu f\u00fcllen. Deswegen war es selbstverst\u00e4ndlich, dass die Kampagne gegen das TTIP und die Unterst\u00fctzung der zugeh\u00f6rigen Europ\u00e4ischen B\u00fcrgerinitiative eine zentrale Rolle in den zuk\u00fcnftigen Aktivit\u00e4ten der EL spielen wird.<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Der Austausch \u00fcber die Situation in der Ukraine<\/span> war bereits im Vorfeld ins Programm der Sommer-Universit\u00e4t aufgenommen worden, da bei den EL-Vorstandssitzungen ein gro\u00dfer Bedarf daf\u00fcr formuliert worden war und zudem einige Menschen aus der Ukraine und aus anderen L\u00e4ndern Osteuropas anwesend waren. Dazu kam aus aktuellem Anlass die starke Pr\u00e4senz des Themas Gaza\/Israel.<br \/>\nW\u00e4hrend der Ukraine-Veranstaltung wurde ein Aktionsvorschlag entwickelt und von den Teilnehmenden positiv aufgegriffen: Die EL ruft zu einem gemeinsamen europaweiten Aktionstag am 4.9.2014 gegen den NATO-Gipfel in Wales. Eine entsprechende <link http:\/\/www.transform-network.net\/de\/blog\/blog-2014\/news\/detail\/Blog\/-0c29199d23.html - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">Erkl\u00e4rung<\/link>, die sich gegen die Kriege in der Ukraine, Gaza und Israel wendet und die von der NATO geplante neue Aufr\u00fcstungswelle ablehnt, wurde bereits aus der Sommer-Universit\u00e4t heraus an die Mitgliedsparteien verschickt. Damit wurde entsprechend des Tagesmottos \u201eReclaim Peace\u201c (den Frieden zur\u00fcckgewinnen) ein erster Schritt f\u00fcr gemeinsame friedenspolitische Aktionen definiert.<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">Der gro\u00dfe Erfolg der Sommer-Universit\u00e4t<\/span> war neben der unerm\u00fcdlichen Arbeit in den B\u00fcros der EL, des Karl-Liebknecht-Hauses und von <i>transform! europe<\/i> auch den regionalen Gastgeber_innen im Kreis Barnim und dem Land Brandenburg zu verdanken. Trotz Landtagswahlkampf waren die Genoss_innen aus der Region auf der Sommer-Universit\u00e4t kontinuierlich pr\u00e4sent. Ihre Erfahrungen mit linker Regierungsbeteiligung waren, im Austausch mit vergleichbaren Erfahrungen aus anderen L\u00e4ndern, ein wichtiger Baustein f\u00fcr die Debatte und die Entwicklung linker Strategien.<br \/>\nSowohl die gemeinsame Arbeit als auch das gemeinsame Feiern \u2013 einschlie\u00dflich eines Punk-Rock-Konzerts in Eberswalde \u2013 machten klar: Europa w\u00e4chst von unten. Nur wenn die linken Kr\u00e4fte regional verankert sind, k\u00f6nnen sie sich auch dauerhaft europaweit zu einer wirkungsvollen Kraft des Protests und der Ver\u00e4nderung entwickeln.<br \/>\n<b><i>Claudia Haydt<\/i><\/b><i>, Mitglied im Vorstand der Europ\u00e4ischen Linken und im Parteivorstand von DIE LINKE<\/i><br \/>\n<span style=\"font-size: 10px; \">Quelle:&nbsp;<link http:\/\/www.european-left.org\/de - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">Partei der Europ\u00e4ischen Linken<\/link><\/span><\/p>\n<p style=\"font-size: 10px; \"><span style=\"font-size: 12px; \"><br \/>Lesen Sie weiters den Bericht von&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 12px; font-weight: bold; \">Dick Nichols<\/span><span style=\"font-size: 12px; \">:&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 12px; \"><link http:\/\/links.org.au\/node\/3986 - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">Ukraine dominates discussion at Party of the European Left\u2019s summer university<\/link><\/span><span style=\"font-size: 12px; \">, ver\u00f6ffentlicht in&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: 12px;\"><span style=\"font-style: italic;\">Links International Journal of Socialist Renewal<\/span><\/span><span style=\"font-size: 12px;\">&nbsp;am&nbsp;4. August&nbsp;<\/span><\/p>\n<p style>Den <span style=\"font-weight: bold; \">Blog <\/span>zur Sommer-Universit\u00e4t finden Sie&nbsp;<link http:\/\/elsummeruniversity2014.wordpress.com\/ - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">hier<\/link><span style=\"font-size: 12px; \">.<\/span><\/p>\n<p style>Finales&nbsp;<span style=\"font-weight: bold; \">Programm <\/span>siehe&nbsp;<link http:\/\/www.transform-network.net\/de\/kalender\/calendar-2014\/news\/detail\/Calendar\/-369a1bfc6c.html - external-link-new-window \"Opens external link in new window\">hier<\/link>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem leider brandaktuellen Motto: \u201eStand Up for Peace \u2013 In Solidarity\u201c trafen sich von 23.-27. Juli rund 300 TeilnehmerInnen und zahlreiche Tagesg\u00e4ste aus Berlin und Brandenburg zur 9. Sommer-Universit\u00e4t der europ\u00e4ischen Linken.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":22080,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[61,2458],"tags":[],"class_list":["post-22079","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-article","category-artikel"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22079"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22079\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27431,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22079\/revisions\/27431"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}