{"id":23131,"date":"2016-11-24T15:50:00","date_gmt":"2016-11-24T14:50:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/die-trump-wahl-aus-sozialoekologischer-linker-sicht\/"},"modified":"2023-09-27T16:09:44","modified_gmt":"2023-09-27T14:09:44","slug":"die-trump-wahl-aus-sozialoekologischer-linker-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/article\/die-trump-wahl-aus-sozialoekologischer-linker-sicht\/","title":{"rendered":"Die Trump-Wahl aus sozial\u00f6kologischer linker Sicht"},"content":{"rendered":"<p>Vernunft und Rationalit\u00e4t sollen nichts mehr gelten, Solidarit\u00e4t ist sowieso out. An ihre Stelle tritt Nationalismus.<br \/>\nHier der Versuch einer \u00dcbersicht der Ursachen und Perspektiven:<\/p>\n<h5><strong>1.&nbsp; Die Wahl wurde durch Resignation der gro\u00dfen Mehrheit entschieden<\/strong><\/h5>\n<p>Zun\u00e4chst: eine <b>\u00fcberw\u00e4ltigende Unterst\u00fctzung<\/b> f\u00fcr den Trump-Kurs \u2013 wie sie jetzt von Medien \u00e0 la <i>Kronenzeitung<\/i> beschworen wird \u2013 <b>s\u00e4he anders aus<\/b>: Die USA haben derzeit 325 Millionen Einwohner. Weniger als 59 Mio. haben Trump gew\u00e4hlt, das sind 23,8 % der Erwachsenen. Abgesehen davon, dass Clinton absolut etwas mehr W\u00e4hlerInnen hatte \u2013 und auch abgesehen davon, dass sie keine gute Alternative war \u2013, der wesentliche Faktor f\u00fcr Trump war offenbar, dass ein gr\u00f6\u00dferer Teil, der von Obama mit \u201eyes we can\u201c noch mobilisiert werden konnte, sich f\u00fcr diese Wahl gar nicht mehr registrieren lie\u00df und daheim blieb. \u201eTrump hat gewonnen, weil er weniger verloren hat als Clinton\u201c (jeweils im Vergleich zu den Parteikandidaten der letzten Pr\u00e4sidentschaftswahl).[1].<br \/>\nEs haben also immer mehr \u2013 und das ist wirklich <b>die \u00fcbergro\u00dfe Mehrheit<\/b> \u2013 resigniert und sehen offenbar im bestehenden politisch-wirtschaftlichen System <b>keine Perspektive<\/b>, f\u00fcr die sich eine Stimmabgabe lohnen w\u00fcrde. Das sind fast doppelt so viele Menschen, als f\u00fcr Trump gestimmt haben. Viele, die noch in <b>Obamas \u201eChange\u201c-Versprechen<\/b> vertrauten, wurden schwer <b>entt\u00e4uscht<\/b>. Manche konnten von Trump gewonnen werden, die meisten haben offenbar die Hoffnung verloren. Nun war Obama zwar mit einem ihm v\u00f6llig feindlichen Kongress konfrontiert; aber er h\u00e4tte f\u00fcr Reformen auch seine urspr\u00fcnglichen Unterst\u00fctzer mobilisieren k\u00f6nnen, hat er aber nicht. Er ging \u00fcber die Institutionen nicht nur den Weg der Anpassung, sondern f\u00fchrte etwa auch imperialistische Politik weiter, am anschaulichsten z. B. Libyen.<\/p>\n<h5><strong>2. Wer hat Trump ins Amt gebracht?<\/strong><\/h5>\n<p>Eine <b>M\u00e4r<\/b> ist, dass <b>die \u201eArmen\u201c Trump ins Amt gebracht h\u00e4tten<\/b>. Also es gilt nur teilweise Brechts Spruch: \u201eNur die d\u00fcmmsten K\u00e4lber w\u00e4hlen ihren Schl\u00e4chter selber\u201c. In wesentlichen Bereichen gibt es mit zunehmenden Einkommen mehr Zustimmung zu Trump. Im Gegensatz zu manchen, die das Wort \u201eArbeiter\u201c oder \u201eArbeiterklasse schon seit ewig f\u00fcr schmutzig halten oder es nicht verwenden, und die jetzt triumphierend auf eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung von Seiten der ArbeiterInnen f\u00fcr Trump hinweisen, ist die Sache komplexer und es stellte sich heraus, dass <b>Trump bei den W\u00e4hlern ab einer bestimmten Einkommensklasse aufw\u00e4rts durchgehend eine klare Mehrheit hatte \u2013 also bei der Mittel- und Oberschicht<\/b>\u201c[2].<br \/>\nBemerkenswert ist die Analyse der Presse [3], wonach es stimme, dass die FP zur neuen \u201eArbeiterpartei\u201c geworden sei: \u201eAber die FP\u00d6 ist heute genauso eine Partei der Mittelschicht, teilweise auch der Oberschicht\u201c.<\/p>\n<h5><strong>3. Superreiche als Krisengewinnler und Stagnation bei Otto NormalverbraucherIn<\/strong><\/h5>\n<p>Nat\u00fcrlich ist die Weltwirtschaftskrise ab 2008 dazu der allgemeine <b>Hintergrund<\/b>, und die <b>radikale Umverteilung nach oben bei langj\u00e4hrigem Stagnieren der Einkommen unten<\/b> und in der Mitte der konkrete Hintergrund.<br \/>\nDie Aktien&nbsp; der Kuponschneider sind wieder im H\u00f6henflug, die H\u00e4userpreise sind \u00e4hnlich hoch wie vor der Krise, und das Verh\u00e4ltnis eines Arbeitereinkommens zu dem eines gro\u00dfen Firmenbosses (CEO) betr\u00e4gt heute 1: 300 (1980 war es vor Reagan noch 1:30).[4].<\/p>\n<h5><strong>4. Lehren gezogen: Erstmals nennenswerte linke Gegenbewegung in USA<\/strong><\/h5>\n<p>Wichtig und kaum zu \u00fcbersch\u00e4tzen ist, dass mit der aus der Bewegung f\u00fcr Bernie Sanders hervorgegangenen <b>OUR REVOLUTION<\/b> <b>erstmals nach vielen Jahrzehnten in den USA eine nennenswerte linke Gegenbewegung<\/b> entstanden ist und betr\u00e4chtliches Potential hat. Bei wichtigen Gruppen wie Jungen und Frauen schnitt Trump auch bei dieser Wahl schwach ab, und immerhin gibt es Demos gegen die Amts\u00fcbernahme.<br \/>\nObwohl <b>Sanders<\/b> vielen Umfragen gem\u00e4\u00df <b>deutlich h\u00f6here Chancen<\/b> gegen Trump gehabt h\u00e4tte, hatte das Establishment der Demokratischen Partei nicht nur gegen Sanders entschieden, sondern machte auch Sanders gegen\u00fcber kaum Zugest\u00e4ndnisse inhaltlicher oder personeller Art, die zur st\u00e4rkeren Mobilisierung f\u00fchren h\u00e4tten k\u00f6nnen. Offenbar waren ihnen die ungeteilte Macht und die Bedienung von Lobbys wichtiger.<\/p>\n<h5><strong>5. Verrottetes System und gegenseitige Befeuerung der Nationalisten<\/strong><\/h5>\n<p>Im Gegensatz zu den Verrenkungen der unbeirrten Hymnens\u00e4nger auf die \u201eamerikanischen Demokratie\u201c spiegelt die Trump-Wahl die <b>Verrottetheit des US-Systems <\/b>wieder, wenn Unwissenheit, L\u00fcgen, Derbheit und Hass die (negative) Auslese bestimmen.<br \/>\nWenngleich eine Allianz von Russland, Gro\u00df-Britannien, Frankreich, Polen, Ungarn, T\u00fcrkei, usw. logischerweise nur prek\u00e4r sein kann, befeuern sich diese derzeit gegenseitig.<\/p>\n<h5><strong>6. Wird nicht so hei\u00df gegessen?<\/strong><\/h5>\n<p>Trumps Aussagen vor und auch nach der Wahl sind widerspr\u00fcchlich; manche Ansagen werden jetzt als \u201eWahlkampfrhetorik\u201c hingestellt. Er kann tats\u00e4chlich manches \u201enicht so hei\u00df essen\u201c. Der Meister selbst gab nach der Wahl zu, dass er einiges \u201enicht wirklich durchdacht\u201c habe.[5]<br \/>\nAber der unbestrittene Punkt ist, dass er unberechenbar ist, und eventuell umgekehrt auch noch radikaler vorgehen kann. Wobei ja zur Zerr\u00fcttung gen\u00fcgen w\u00fcrde, wenn er nur ein F\u00fcnftel seiner Ansagen umsetzen w\u00fcrde. Und um bei seinen Fans nicht v\u00f6llig unglaubw\u00fcrdig da zu stehen, wird er einiges sehr wohl umsetzen, weil er die Mittel dazu hat.<br \/>\nWenn Michael Moore den Trump-Durchmarsch als \u201eprotofaschistisch\u201c charakterisiert, so ist insofern was dran, als sicher die reale Gefahr besteht, dass mangels \u201eErfolg\u201c die Schuld auf S\u00fcndenb\u00f6cke geschoben werden kann und sich die Trump-Bewegung weiter radikalisiert.<\/p>\n<h5><strong>7. Ein konzilianter Trump?<\/strong><\/h5>\n<p>Zutreffend ist, dass durch republikanische Mehrheiten im Kongress und Repr\u00e4sentantenhaus Trump unvergleichlich mehr durchsetzen kann, als Obama konnte oder h\u00e4tte k\u00f6nnen. <b>In dieser Position der St\u00e4rke<\/b> <b>kann er leicht einen konzilianten Eindruck machen<\/b> und nicht alles schnell durchsetzen wollen; abgesehen davon, dass er manches sowieso nicht auf einen Schlag machen kann.<br \/>\nDie jetzt f\u00fcr das Trump-Personal genannten Personen sind jedenfalls ein Gruselkabinett, das die uns\u00e4glichen Reagan- und Bush-Leute als Gelehrte ausschauen l\u00e4sst.<\/p>\n<h5><strong>8. Konjunktur f\u00fcr Verharmloser, Wei\u00dfw\u00e4scher und Anpassler <\/strong><\/h5>\n<p>Es sind verschiedene Typen von Reaktionen auf Trump festzustellen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Begeisterung: <\/strong>Rechtsrechte in Europa, FP und \u201eKronenzeitung\u201c<\/li>\n<li><strong>Verharmlosung, Wei\u00dfwaschung und Anpassung<\/strong>: gr\u00f6\u00dferer Teil der Medien [6]<\/li>\n<li><strong>Schockstarre<\/strong> \u2013 Resignation dar\u00fcber, dass ein Trump-Typ Erfolg hat<\/li>\n<li><strong>Klare Erkenntnis<\/strong>: auch etwa Anneliese Rohrer [7] oder Hans Rauscher [8] warnen vor der \u201eBeschwichtigungstruppe\u201c<\/li>\n<li><strong>Offensiver Widerstand<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenngleich nach verschiedenen Medien Trump in \u00d6sterreich nur vergleichsweise geringe Unterst\u00fctzung hat (Laut unterschiedlichen Medienberichten h\u00e4tten ihn nur 5 % sicher gew\u00e4hlt, um die 25 % k\u00f6nnten es sich vorstellen), sind bei den Medien die Begeisterten, Verharmloser und Anpassler stark vertreten.<br \/>\nDas Ausma\u00df des von Trump ins Auge gefassten Abgrunds ist beeindruckend, insbesondere wenn man es in der Gesamtheit betrachtet:<\/p>\n<h5><strong>9. Radikale Umverteilung nach oben<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li>Radikale Senkung von Unternehmens- und Reichensteuern, Abschaffung -der Erbschaftssteuer<\/li>\n<li>Abbau von Sozialprogrammen<\/li>\n<li>R\u00fcckbau der Krankenversicherung<\/li>\n<li>D.h.: Weitere Umverteilung zu den obersten 1%; dadurch Verst\u00e4rkung von Krisentendenzen, da genau diese Polarisierung eine wesentliche Ursache f\u00fcr Krise und Stagnation war bzw. ist<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>10. Umwelt und Klima<\/strong><\/h5>\n<p>Die R\u00fccksichtslosigkeit des \u201eTrumpismus\u201c gegen\u00fcber der Umwelt ist genauso radikal ausgepr\u00e4gt wie jene gegen\u00fcber Menschen:<\/p>\n<ul>\n<li>Den <strong>Klimawandel<\/strong> als eine \u201e<strong>chinesische Erfindung, um die US-Industrie zu sch\u00e4digen<\/strong>\u201c zu charakterisieren, ist ja nicht weit von mittelalterlichem Aberglauben, aber leider mit katastrophalen Folgen. Wahrscheinlich ist f\u00fcr die Menschheit das der langfristig <strong>folgenreichste Faktor<\/strong> dieser Wahl, die Klimawandelleugnung. Denn es gibt nur noch ein kurzes \u201eFenster\u201c von etwa 10 Jahren, um globale effiziente Ma\u00dfnahmen zu setzen, damit der Klimawandel mittelfristig nicht au\u00dfer Kontrolle ger\u00e4t. Trump kann zwar das \u2013 sowieso lahme und letztlich unverbindliche Pariser Klimaabkommen \u2013 erst in 4 Jahren wirklich verlassen. Aber es gen\u00fcgt, dass er es ignoriert.\n<\/li>\n<li>Zwar ist die Sache nicht entschieden, weil immerhin doch die Mehrheit der US-AmerikanerInnen den Klimawandel f\u00fcr real h\u00e4lt und f\u00fcr Ma\u00dfnahmen eintritt, doch nun wird es wirklich eng: Noam Chomsky sagt, dass die <strong>Republikanische Partei<\/strong> durch ihre Ignoranz des Klimawandels und nun durch die weitestgehende Blockade einer Klimapolitik die \u201e<strong>most dangerous organization in world history<\/strong>\u201c geworden ist: \u201eThe last phrase may seem outlandish, even outrageous. <span lang=\"EN-US\">But is it? The facts suggest otherwise. The Party is dedicated to racing as rapidly as possible to destruction of organized human life\u201c.[9]<\/span><span lang=\"EN-US\">\n<p><\/span><\/li>\n<li>Unter dem Vorwand von Besch\u00e4ftigung tritt Trump radikal f\u00fcr eine erneute Forcierung der Kohle, f\u00fcr Fracking und umstrittene Pipelines \u2013 somit eine Beschleunigung vor dem Abgrund ein; obwohl die USA in geschichtlicher Betrachtung bei&nbsp; 4 % der Bev\u00f6lkerung&nbsp; \u00fcber 20 % Anteil an der Klimawandelverursachung haben, und daher die aktivste Klimapolitik betreiben m\u00fcssten.\n<\/li>\n<li>Die <strong>Aufk\u00fcndigung des Pariser Klimaabkommens<\/strong> w\u00fcrde eine <strong>destruktive Dynamik<\/strong> erzeugen, andere Kr\u00e4fte ebenso motivieren dieses zarte Pfl\u00e4nzchen zu zertreten, und Staaten, die den Klimawandel kaum verursacht haben, aber massiv davon betroffen sind in schwierigste Situationen bringen. \u2013 Diverse Midi- und Mini-Trumps in Europa sind mit Trump in der Klimawandel-Leugnung sowieso einig, und erhalten hier Auftrieb.\n<\/li>\n<li>Es ist auch geplant diverse US-Umwelt-Einrichtungen v\u00f6llig ins Abseits zu stellen bzw. Obskurantisten daf\u00fcr zust\u00e4ndig zu machen.<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>11. Was sind die Ursachen f\u00fcr die massiven Probleme der ArbeiterInnen in den USA?<\/strong><\/h5>\n<p>Wenngleich die USA derzeit bez\u00fcglich Besch\u00e4ftigung offiziell besser dastehen als die EU, sagt das wenig \u00fcber die Struktur der Arbeitsplatz, der Zunahme prek\u00e4rer Besch\u00e4ftigung und die L\u00f6hne.<br \/>\nAuch hier werden die Ausl\u00e4nderInnen und andere L\u00e4nder als die Schuldigen abgestempelt und nicht die Dominanz des gro\u00dfen Kapitals \u00fcber die internationale Arbeitsteilung.<br \/>\nZun\u00e4chst ist es ein Mythos, dass durch die \u201eGlobalisierung\u201c die USA insgesamt Arbeitspl\u00e4tze signifikant verloren hat. Das gravierende Problem ist allerdings, dass Arbeitspl\u00e4tze mit weniger Qualifikationen verloren gingen und neue in ganz anderen Sektoren entstanden sind, und die neuen Jobs mit ganz anderen, meist mit mehr Qualifikationen verbunden waren , ohne dass hier ein \u00dcbergang bef\u00f6rdert wurde. Und in manchen neuen Dienstleistungsbranchen werden auch sehr geringe L\u00f6hne bezahlt.[10]<br \/>\nDer R\u00fcckgang von Arbeitspl\u00e4tzen in der besser bezahlten Industrie hat mehrere Gr\u00fcnde, u.a.:<\/p>\n<ul>\n<li>Die \u201e<strong>Finanzialisierung<\/strong>\u201c, eine \u00dcberdehnung des Finanzsektors im neoliberalen Glauben, dass Spekulationen Werte schaffen.<\/li>\n<li>Den bekannten generellen <strong>Trend<\/strong> zur \u201eTerti\u00e4risierung\u201c, <strong>zum dritten Sektor<\/strong> der Dienste.<\/li>\n<li>Die von den Neoliberalen durchgeboxte <strong>unregulierte Globalisierung<\/strong> mit der Folge des konsequenten Ausspielens verschiedener Standorte und der jeweiligen Besch\u00e4ftigten bei maximaler Gesamtausbeutung als Ziel.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die bekannte \u00d6konomin Mariana Mazzucato:\u201eTrump hat Amerikas Probleme auf die Ausl\u00e4nder geschoben, auf schlechte Handelsabkommen und ein unklares Konzept einer \u201amanipulierten Wirtschaft\u2018. Den wahren Grund f\u00fcr die wachsende Ungleichheit hat er verschwiegen. Das neoliberale Modell ist gescheitert. Die Geh\u00e4lter stagnierten und der Lebensstandard wurde allein durch die Verschuldung der Konsumenten aufrechterhalten.\u201c[11]<\/p>\n<h5><strong>12. Mit Handelskriegen gegen China und andere?<\/strong><\/h5>\n<p>Der Handel mit China erkl\u00e4rt \u2013 unter diesen Bedingungen \u2013 grob ein Viertel des Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgangs in der Industrie.[12]<br \/>\nTrump kann etwa relativ bald hohe Z\u00f6lle (45 % hat er angek\u00fcndigt) f\u00fcr Importe aus China einf\u00fchren. Allerdings w\u00fcrde das schlagartig die Lebenshaltungskosten auch seiner W\u00e4hlerInnen verteuern und zu umgekehrten Ma\u00dfnahmen der anderen Seite f\u00fchren. Nicht zuletzt besitzt China mit bis zu 3 Billionen $ (genau wei\u00df man das nicht) in riesigem Ausma\u00df US-Staatsanleihen; wenn diese verst\u00e4rkt abverkauft werden, kann das US-Finanzsystem ins Wanken geraten. Daher ist hier eher ein Gepl\u00e4nkel absehbar, denn hier hat Trump keine sehr guten Karten und China hat auch absolut kein Interesse an Zuspitzungen (wenngleich es dort angeblich Vorbereitungen mit Gegenstrategien gibt).<br \/>\nNach Untersuchungen des deutschen ifo \u201ew\u00fcrde ein Handelskrieg in erster Linie den Vereinigten Staaten selbst schaden\u201c. Die US-Unternehmen w\u00fcrden von Boeing-Flugzeugen bis zu US-Autos und iPhones R\u00fcckschl\u00e4ge erleiden. Im maximalen Fall k\u00f6nne die US-Wirtschaftsleistung um 9 % fallen. Am meisten w\u00fcrden allerdings Kanada und Mexiko getroffen.[13]&nbsp;&nbsp;<br \/>\nAuch dass TTIP bis auf weiteres wahrscheinlich auf Eis gelegt wird, und das pazifische Handelsabkommen TTP nicht oder nur teilweise wirksam werden wird, ist zun\u00e4chst ein positiver Nebeneffekt; aber im Sinne von <b>Make America Great Again <\/b>ist nicht zu erwarten, dass das US-Kapital seine Interessen nicht anders durchzusetzen versucht.<br \/>\n <\/p>\n<h5><strong>13. Schafft Trump eine Arbeitsplatzschaffung?<\/strong><\/h5>\n<p>Mariana Mazzucato erkl\u00e4rt <b>Trumps <\/b>von seinen Anh\u00e4ngern hochgelobtes <b>Gesch\u00e4ftsmodell<\/b> b\u00fcndig: \u201eTrump hat sein Geld nicht mit Gesch\u00e4ften gemacht, die Wert geschaffen haben. Er hat <b>Tricks <\/b>angewandt, <b>Steuerl\u00f6cher ausgen\u00fctzt<\/b>, und wenn er am Ende war, seine <b>Lieferanten nicht bezahlt.<\/b>\u201c[14]<br \/>\nSollte er solche Methoden nun auf die USA insgesamt anwenden, ist die Frage, wer f\u00fcr absehbare Pleiten letztlich aufkommen wird. \u201eWenn er dabei immer noch anti-staatlich argumentiert, wird es auch nichts helfen, in ein paar Br\u00fccken und Stra\u00dfen zu investieren. Er braucht eine dynamische industrielle Strategie\u201c.[15]&nbsp;Das hei\u00dft,&nbsp;nur eine umfassende Politik mit einer starken Rolle des Staates, der f\u00fcr Trump und Co aber in der Wirtschaft ein Gottseibeiuns ist, k\u00f6nnte hier einen Umschwung herbeif\u00fchren.<br \/>\nZur Einsch\u00e4tzung der <b>Chancen einer Redindustrialisierung der USA<\/b> empfiehlt es sich, Willy Shih [16] zu lesen: Er kommt bei positiver Haltung zu dieser Orientierung zum Schluss, dass in den USA \u2013 auch nur bei betr\u00e4chtlichen Anstrengungen \u2013 die Industriequote stabilisiert, aber nicht erh\u00f6ht werden kann. Zun\u00e4chst gebe es zuletzt nur mehr geringeres Outsourcing, da das Gef\u00e4lle zu China geringer geworden ist (\u201eend of labor arbitrage\u201c), aber es werde auch keine relevante R\u00fcckkehr in die USA erfolgen. Ein Grund neben dem genannten grundlegenden Trend zum Dienstleistungssektor sind umfassende Verluste an \u201eindustrial commons\u201c (das sind Infrastruktur, eingespielte Beziehungen mit Zulieferern und Kunden, spezielle Qualifikationen und Erfahrungen sowie Ausbildungsst\u00e4tten), die nur mittelfristig wieder aufgebaut werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5><strong>14. Verantwortungslosigkeit bez\u00fcglich Atomwaffeneinsatz<\/strong><\/h5>\n<p>Am wenigsten absehbar, aber auch am gef\u00e4hrlichsten ist Trump im internationalen Bereich. Die \u2013 schon angef\u00fchrte \u2013 Entsorgung des Klimawandels ist eines der wenigen konkreten Ziele. Sonst gibt es widerspr\u00fcchliche Aussagen, die einfach auch auf mangelndem Grundwissen beruhen d\u00fcrften. Aber das \u201e<b>Make America Great Again<\/b>\u201c zusammen mit der Positionierung von extremen Reaktion\u00e4ren verhei\u00dft nichts Gutes.<br \/>\nEin Spiel mit dem Atomkrieg \u201e<b>Wozu haben wir Atomwaffen, wenn wir sie nicht benutzen?<\/b>\u201c kann schnell ungeahnte Folgen haben; die nach Jahrzehnten nun pl\u00f6tzlich im Raum stehende atomare Bewaffnung von Verb\u00fcndeten der USA Japan, S\u00fcdkorea oder Saudi-Arabien ebenfalls. In Ostasien k\u00f6nnte sich dadurch die ohnehin angespannte Lage deutlich versch\u00e4rfen.<\/p>\n<h5><strong>15. Aufr\u00fcstung und Armeeausbau: Ende von Interventionen oder Panikattacken?<\/strong><\/h5>\n<p>Die angek\u00fcndigte drastische Aufr\u00fcstung mit Waffen und die Aufstockung der US-Armee, ausgehend von einem schon schier unglaublichen Vernichtungsniveau, kann \u2013 au\u00dfer f\u00fcr Teile der US-Wirtschaft \u2013 nur negative Folgen haben. Dies ist auch im Zusammenhang mit einem sinnvoll erscheinenden R\u00fcckzug aus Europa oder dem Hinweis auf angeblich weniger Interventionen zu sehen.<br \/>\nDoch Trump hat in den Raum gestellt, \u00d6l aus dem Irak zur Abgeltung der Interventionskosten zu requirieren. Auch f\u00fcr die Stationierung der US-Truppen in Europa \u2013 samt Atomwaffen \u2013 w\u00e4ren Zahlungen f\u00e4llig zu stellen; den monstr\u00f6sen Mauerbau will er Mexiko in Rechnung zu stellen.&nbsp;<br \/>\nIst es vorstellbar, dass ein Mann mit solch bizarren Zug\u00e4ngen in den hei\u00dfen Konflikten f\u00fcr konstruktive L\u00f6sungen sorgen wird, und ob er sich wirklich von Clintons Falkenpolitik unterscheiden wird.<br \/>\nUnter \u201eFriedensnobelpreistr\u00e4ger\u201c Obama bombardiert das US-Milit\u00e4r derzeit immerhin 7 L\u00e4nder [17] in von den USA wesentlich mit verursachten Konflikten: Irak, Syrien, Jemen, Libyen, Afghanistan, Pakistan, Somalia. Sie geben an, Feuerwehr in von ihnen selbst verursachten Br\u00e4nden zu spielen.<br \/>\nTrumps Gesch\u00e4ftsmodell der Drohungen und Einsch\u00fcchterungen, des Schwindelns und Betr\u00fcgens wird sich jedoch auf der internationalen Ebene bei den heutigen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen nicht mehr durchgehend anwenden lassen. Man kann nur hoffen, dass er das einsehen wird und dies nicht zu <b>Panikattacken<\/b> f\u00fchrt. In diesem Sinn ist die R\u00fcckkehr zur \u201eunilateralen Politik\u201c der Bush-\u00c4ra, zur Abwertung der Abstimmung in der NATO und \u00c4hnlichem nicht wirklich ein Fortschritt.<br \/>\nTrump hat angek\u00fcndigt, die von Obama eingeleitet Minderung der Isolierung Kubas zu stoppen. <b>Kuba <\/b>ist zu recht alarmiert.<br \/>\nWie bei der neuen Rechten in Europa ersetzt die Islamfeindlichkeit den fr\u00fcheren Antisemitismus. Logisch ergibt sich auch dadurch eine enge Achse mit den ganz Rechten in Israel und deren friedensgef\u00e4hrdender Politik. Folgerichtig m\u00f6chte Trump die Entspannung mit dem Iran torpedieren.<br \/>\nOb aus Opposition zur bisherigen festgefahrenen US- und EU-Politik, die an uralten Bedrohungsbildern festh\u00e4lt oder aus welchen Gr\u00fcnden immer \u2013 das einzige tats\u00e4chlich eher positiv zu Bewertende scheint die m\u00f6gliche <b>Entkrampfung mit Russland, <\/b>die auch die l\u00e4ngst notwendigen Impulse f\u00fcr Europa geben kann. <\/p>\n<h5><strong>16. Ein kompetenter Anti-Establishment- K\u00e4mpfer?<\/strong><\/h5>\n<ul>\n<li>Trumps ganze Kompetenz leitet sich im Immobilien- und Kasinogesch\u00e4ft ab, wobei die angewandten Methoden auch f\u00fcr amerikanische Verh\u00e4ltnisse grenzwertig waren.<\/li>\n<li>Trump hat, wie schon angedeutet, 4 Megapleiten hingelegt und so durch Entschuldung Kapital akkumuliert<\/li>\n<li>Medien verleihen ihm ein Anti-Establishment-Image, obwohl er genau aus dem Establishment kommt und als Milliard\u00e4r ein provokantes Luxusleben demonstriert.<\/li>\n<li>F\u00fcr ihn ist sind \u201ekorrupte Medien\u201c und das \u201ekorrupte Establishment\u201c dadurch definiert, dass sie ihn nicht unterst\u00fctzen. Dabei gab es ja nie EIN Establishment, sondern immer verschiedene Sektoren mit unterschiedlichen Interessen und harten K\u00e4mpfen.<\/li>\n<li>Trump bezeichnet sich als \u201esmart\u201c, weil er trotz Milliardenimperium seit 20 Jahren praktisch keine wesentlichen Steuer bezahlt hat.<\/li>\n<li>Trump hat nicht vor, sich von seinem verschachtelten Firmenimperium zu wirklich zu trennen.[18]<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>17. Hetze, Chauvinismus und Demagogie als notwendige Ablenkung<\/strong><\/h5>\n<p>Von diesem auch im aktuellen System extremen und bis vor kurzem kaum als akzeptabel vorstellbaren Verhalten wird laut, in bisher kaum gekannter Intensit\u00e4t abgelenkt durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Rassistische Hetze, Abwertung von Minderheiten oder Behinderten (\u00fcber 10 Millionen oder jetzt 3 Millionen Latinos rauswerfen)<\/li>\n<li>Mauerbau und Grenzabschottung<\/li>\n<li>Abwertung des Islam<\/li>\n<li>Bekannte Abwertung von Frauen<\/li>\n<li>Brachiale Einsch\u00fcchterung von Kritikern<\/li>\n<li>Gleichzeitig soll etwa die individuelle Bewaffnung m\u00f6glichst vieler forciert werden<\/li>\n<\/ul>\n<h5><strong>18. Was tun? H\u00f6chste Zeit f\u00fcr einen neuen Aufbruch<\/strong><\/h5>\n<p>Im Vatikan wird bekanntlich daf\u00fcr gebetet, dass <b>Gott Trump \u201eerleuchten\u201c m\u00f6ge<\/b>. Das kann sicher nicht schaden. <span lang=\"EN-US\">Konkreter zieht Naomi Klein Konsequenzen: \u201eLet&#8217;s get out of shock as fast as we can and build the kind of radical movement that has a genuine answer to the hate and fear represented by the Trumps of this world. Let&#8217;s set aside whatever is keeping us apart and start right now.\u201c[19]<\/span><br \/>\nWenn die Wahl durch Resignation der gro\u00dfen Mehrheit entschieden wurde, stellt sich die gro\u00dfe Frage, wie diese gro\u00dfe Mehrheit wieder Perspektiven bekommen kann; wie kann Hoffnung f\u00fcr einen neuen Aufbruch verst\u00e4rkt werden?<br \/>\nNur Trump (oder Norbert Hofer) abzuwehren, ist auf Dauer nicht ausreichend. Es ist h\u00f6chste Zeit, an einer echten Alternative zu arbeiten. Wie erw\u00e4hnt, ist die Entwicklung um Bernie Sanders oder Jeremy Corbyn ermutigend. Auch in \u00d6sterreich.<\/p>\n<h5><strong>19. Grundfrage nach globaler Solidarit\u00e4t stellen und kl\u00e4ren<\/strong><\/h5>\n<p>Eine Grundfrage einer linken Politik, die nach globaler Solidarit\u00e4t und einer Strategie f\u00fcr einen globalen Ausgleich der riesigen Wohlstands- und Einkommensunterschiede strebt (\u201eWacht auf, Verdammte dieser Erde\u201c), ist leider seit l\u00e4ngerem real in den Hintergrund getreten. Und \u2013 n\u00fcchtern betrachtet \u2013 gibt es jenseits allgemeiner Prinzipien und Einzelvorschl\u00e4ge auch betr\u00e4chtlichen Nachholbedarf von der Theorie bis zu stimmigen und praktisch anwendbaren Konzepten. W\u00e4hrend das Kapital international im Wesentlichen \u00e4hnliche Profitraten hat, sind die L\u00f6hne und Lebensverh\u00e4ltnisse global enorm unterschiedlich. Und das ist sp\u00e4testens jetzt mit der Fl\u00fcchtlingsfrage und dem Aufstieg der Rechtsrechten mit Wucht auf die unmittelbare Tagesordnung gekommen. Es geht um nichts weniger als die Ausformung von Solidarit\u00e4t und der schrittweisen Herstellung gleichwertiger Lebensverh\u00e4ltnisse, ja der Menschenrechte \u2013 \u201eDie Internationale erk\u00e4mpft das Menschenrecht\u201c.<\/p>\n<h5><strong>20. \u00d6sterreich als n\u00e4chster Dominostein?<\/strong><\/h5>\n<p>Alexander Van der Bellen ist recht zu geben: Es besteht wirklich insbesondere mit Trump, der von H.C. Strache und allen Geistesverwandten in Europa enthusiastisch begr\u00fc\u00dft worden ist, nun die reale Gefahr, dass \u00d6sterreich der n\u00e4chste Dominostein und das erste westeurop\u00e4ische Land wird, wo Rechtsdemagogen mit der bevorstehenden Pr\u00e4sidentschaftswahl und der wahrscheinlich bald folgenden Nationalratswahl an die Schalthebel gelangen. Aber es besteht nach Brexit und Trump auch die Hoffnung, dass viele nun den Abgrund erkennen. Leider steht es wirklich 50:50, und es h\u00e4ngt daher auch von uns allen ab.<br \/>\nEine Unterst\u00fctzung von Van der Bellen hei\u00dft auch nicht, seine Positionen zu allen Fragen zu unterst\u00fctzen. Haupts\u00e4chlich geht es um die Verhinderung des Durchbrechens der D\u00e4mme nach ganz rechts.<br \/>\nUnd auch unsere Wahl wird wahrscheinlich dadurch entschieden, wer mehr ermutigen und mobilisieren kann.<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold;\">Anmerkungen:<\/span><\/p>\n<div>\n<div id=\"ftn1\">\n<ol>\n<li>Die Presse, 10.11.16<\/li>\n<li>Die Presse, 12.11.16<\/li>\n<li>Die Presse, 12.11.16<\/li>\n<li>Sozialismus 1\/16, S. 5<\/li>\n<li>Die Presse, 11.11.16.<\/li>\n<li>Die Presse, 11.11.16: \u201eGive Trump a chance\u201c<\/li>\n<li>Die Presse<\/li>\n<li>Der Standard<\/li>\n<li>&nbsp;<span lang=\"IT\"><link http:\/\/www.truth-out.org\/opinion\/item\/38360-trump-in-the-white-house-an-interview-with-noam-chomsky><span lang=\"DE-AT\">http:\/\/www.truth-out.org\/opinion\/item\/38360-trump-in-the-white-house-an-interview-with-noam-chomsky<\/span><\/link><\/span><\/li>\n<li>Die Presse, 13.11.16<\/li>\n<li>Profil 46\/16<\/li>\n<li>Sozialismus 11\/16, S. 9<\/li>\n<li>&nbsp;<link http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/economist\/5118453\/Was-passiert-wenn-die-USA-einen-Handelskrieg-anzetteln?from=newsletter&#038;xtor=EPR-20003-%5brss-newsletter%5d>http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/economist\/5118453\/Was-passiert-wenn-die-USA-einen-Handelskrieg-anzetteln?from=newsletter&amp;xtor=EPR-20003-%5brss-newsletter%5d<\/link><\/li>\n<li><span lang=\"EN-US\">Profil 46\/16<\/span><\/li>\n<li><span lang=\"EN-US\">Mariana Mazzucato, Profil 46\/16<\/span><\/li>\n<li><span lang=\"EN-US\">Etwa \u201c<\/span><span lang=\"EN-US\">The Re-industrialization of the United States?\u201d <\/span>(Wirtschaftspolitische Bl\u00e4tter 2\/2013).<\/li>\n<li>Presse, 11.11.16<\/li>\n<li>Die Presse, 11.11.16<\/li>\n<li><span lang=\"EN-US\">The Guardian, 11.9.16: <\/span><link https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2016\/nov\/09\/rise-of-the-davos-class-sealed-americas-fate?utm_source=The+Leap&#038;utm_campaign=f518efc7e5-EMAIL_CAMPAIGN_2016_11_15&#038;utm_medium=email&#038;utm_term=0_d6aa0a6f00-f518efc7e5-230852049><span lang=\"EN-US\">https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2016\/nov\/09\/rise-of-the-davos-class-sealed-americas-fate?utm_source=The+Leap&amp;utm_campaign=f518efc7e5-EMAIL_CAMPAIGN_2016_11_15&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=0_d6aa0a6f00-f518efc7e5-230852049<\/span><\/link><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<div id=\"ftn19\"><span lang=\"EN-US\"><\/span><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Trump-Wahl hat ohne Zweifel Auswirkungen auf vielen Ebenen, von der globalen bis zur regionalen. Die Trumps dieser Welt wollen in allen gesellschaftlichen Bereichen das Rad (weit) zur\u00fcckdrehen: von Frauenrechten, \u00fcber globale und nationale Umverteilung nach oben, Aufr\u00fcstung und der Bagatellisierung eines Atomwaffeneinsatzes bis zur Entsorgung des Umwelt- und Klimaschutzes.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":23132,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[61,2458],"tags":[],"class_list":["post-23131","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-article","category-artikel","person-josef-baum-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23131"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23131\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27617,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23131\/revisions\/27617"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23132"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}