{"id":23353,"date":"2018-11-08T09:35:59","date_gmt":"2018-11-08T08:35:59","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/duestere-aussichten-fuer-den-klimawandel\/"},"modified":"2023-09-27T16:10:33","modified_gmt":"2023-09-27T14:10:33","slug":"duestere-aussichten-fuer-den-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/article\/duestere-aussichten-fuer-den-klimawandel\/","title":{"rendered":"D\u00fcstere Aussichten f\u00fcr den Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p>Vor noch gar nicht langer Zeit bestand Einigkeit darin, dass wir die globale Erw\u00e4rmung auf unter 2\u00b0C halten sollten, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Das internationale Klimaabkommen von 2015, geschlossen beim Klimagipfel in Paris, formuliert das Ziel, die Erh\u00f6hung der weltweiten Durchschnittstemperatur deutlich unter 2\u00b0C zu halten. Die Unterzeichner_innen wollten sogar versuchen, die Erw\u00e4rmung auf unter 1,5\u00b0C zu begrenzen. Doch am 6. Oktober gab der Weltklimarat einen Sonderbericht heraus, in dem er auf die Folgen einer Erw\u00e4rmung um 1,5\u00b0C \u00fcber das vorindustriellen Niveau und die Treibhausgas-Emissionspfade eingeht. Dieser Bericht beruht auf einer soliden wissenschaftlichen Basis. Er liefert deutliche Hinweise daf\u00fcr, dass die Erw\u00e4rmung bei unter 1,5\u00b0C gehalten werden sollte und legt die Unterschiede eines Temperaturanstiegs um 1,5\u00b0C und eines Anstiegs um 2\u00b0C dar.<\/p>\n<h3 style=\"color: rgb(219, 0, 0);\">Das Ziel ist in weiter Ferne<\/h3>\n<p>Dem Bericht zufolge stehen wir sehr kurz davor, eben jene Grenze zu \u00fcberschreiten, vor der der UN-Bericht uns warnt. Die globale Durchschnittstemperatur ist bereits um 1\u00b0C gestiegen und wenn wir weitermachen wie bisher, sind die 1,5\u00b0C zwischen 2030 und 2052 erreicht. Wollen wir die weltweite Temperaturerh\u00f6hung kontrollieren, m\u00fcssen wir drastische Ma\u00dfnahmen ergreifen.<\/p>\n<p>Der Bericht sagt, \u201edass eine Erw\u00e4rmung \u00fcber dem weltweiten Jahresdurchschnitt in vielen Regionen und Jahreszeiten zu beobachten ist, in der Arktis zum Beispiel zwei- bis dreimal h\u00f6her. Insgesamt ist die Erw\u00e4rmung \u00fcber Land allgemein h\u00f6her als auf den Ozeanen&#8230; Und viele \u00d6kosysteme im Wasser und an Land wie auch einige der von ihnen erf\u00fcllten Aufgaben haben sich infolge der globalen Erw\u00e4rmung bereits ver\u00e4ndert&#8230; Manche Folgen sind m\u00f6glicherweise langanhaltend oder irreversibel, zum Beispiel der Verlust von \u00d6kosystemen.\u201c<\/p>\n<h3 style=\"color: rgb(219, 0, 0);\">Einige Schlussfolgerungen<\/h3>\n<p>Zu den Ergebnissen des Berichts geh\u00f6rt unter anderem, dass der Meeresspiegel bei einer Steigerung um 2\u00b0C bis 2100 um 10 cm ansteigen k\u00f6nnte. Damit k\u00f6nnten gr\u00f6\u00dfere K\u00fcstengebiete und Inseln unbewohnbar werden. Eine 2\u00b0C-Erw\u00e4rmung wird au\u00dferdem vermutlich alle Korallenriffe des Planeten zerst\u00f6ren und zum Verlust einiger anderer \u00d6kosysteme f\u00fchren. Die Frage ist, wie die entscheidenden L\u00e4nder auf diese Schlussfolgerungen reagieren.<\/p>\n<h3 style=\"color: rgb(219, 0, 0);\">Das EU-Klimaziel<\/h3>\n<p>Miguel Arias Ca\u00f1ete, der EU-Kommissar f\u00fcr Klimaschutz und Energie, und sein Kollege Carlos Moedas, zust\u00e4ndig f\u00fcr Forschung, Wissenschaft und Innovation, begr\u00fc\u00dften den Bericht. Sie sagen, er zeige, dass eine Begrenzung auf 1,5\u00b0C machbar ist, wenn die EU sofort handelt und alle m\u00f6glichen Werkzeuge nutzt. Im Dezember findet in Katowice in Polen die UN-Klimakonferenz (COP 24) statt und die Kommissar_innen werden die Nachricht im Gep\u00e4ck haben, dass die Welt sich gemeinsam ihren Anspr\u00fcchen stellen und die selbstgesteckten Ziele auch erreichen muss. Weiterhin sagen sie, dass die Vorbereitungen f\u00fcr eine CO2-neutrale Wirtschaft noch in diesem Jahrhundert so schnell wie m\u00f6glich angegangen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<h3 style=\"color: rgb(219, 0, 0);\">Die EU als Vorreiterin?<\/h3>\n<p>Beide Kommissare sagen, dass \u201eDie EU eine Vorreiterrolle innehat, wenn es darum geht, die Ursachen des Klimawandels anzugehen und eine konzertierte internationale Antwort im Rahmen des \u00dcbereinkommens von Paris zu f\u00f6rdern.\u201c Sch\u00f6ne Worte, aber war die EU wirklich vorne mit dabei? Ich habe eher den Eindruck, sie hat nicht viel getan. Wir haben immer noch keine Energiewende, kein Verbot f\u00fcr fossile Brennstoffe. Das sehen wir zum Beispiel mit der Aktionsgruppe Ende Gel\u00e4nde daran, dass am Hambacher Forst weiter Kohle gef\u00f6rdert wird, um von all den Minen in Polen gar nicht zu sprechen. Gibt es also wirklich einen politischen Willen zum Kohle-Aus? Der Temperaturanstieg ist so gef\u00e4hrlich f\u00fcr unseren Planeten und unser \u00dcberleben, dass wir das nicht einfach dem politischen Establishment \u00fcberlassen k\u00f6nnen. In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem werden Profit und Reichtum den Klimaschutz immer auf die Seite dr\u00e4ngen. Was wir brauchen, ist ein Systemwandel.e.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor noch gar nicht langer Zeit bestand Einigkeit darin, dass wir die globale Erw\u00e4rmung auf unter 2\u00b0C halten sollten, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. 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