{"id":23387,"date":"2019-04-08T16:06:37","date_gmt":"2019-04-08T14:06:37","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/israel-vor-den-wahlen-die-hegemonie-des-rechten-lagers\/"},"modified":"2023-09-27T16:10:44","modified_gmt":"2023-09-27T14:10:44","slug":"israel-vor-den-wahlen-die-hegemonie-des-rechten-lagers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/analysis\/israel-vor-den-wahlen-die-hegemonie-des-rechten-lagers\/","title":{"rendered":"Israel vor den Wahlen: Die Hegemonie des rechten Lagers"},"content":{"rendered":"<p><b>von Tsafrir Cohen, Direktor of the Rosa Luxemburg Stiftung (RLS) Israel Regional Office in Tel Aviv, ver\u00f6ffentlicht (full version) auf der Website der <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40267\/the-israeli-elections-and-the-hegemony-of-the-right-wing-camp-1\/?fbclid=IwAR0hRs7tLdWY0muTOR1_ndXpk5o1ZipabHPlF76BqI1DkPp9ymeaiU_gXK4\" class=\"external-link-new-window\" title=\"Opens internal link in current window\">RLS<\/a>.<\/b><\/p>\n<p>Nachdem&nbsp;es lange nach einem sicheren Sieg der rechtesten  Regierungskoalition der israelischen Geschichte aussah, scheinen die  Wahlen zur 21. Knesset am 9. April nun doch spannend zu werden. Denn vor  allem aus zwei Richtungen ger\u00e4t Premierminister Benjamin Netanjahu  derzeit unter Druck: Zum einen hat der oberste Rechtsberater<a name=\"_ftnref1\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn1\" rel=\"noopener\">[1]<\/a>  der Regierung Anklage gegen ihn wegen Bestechlichkeit, Betrug und  Untreue erhoben. Netanjahu soll Verg\u00fcnstigungen in Form von Schmuck,  Zigarren und Champagner im Wert von rund 250.000&nbsp;Euro angenommen und  obendrein unerlaubterweise Einfluss auf zwei Massenmedien genommen  haben.<\/p>\n<p>Zum anderen gr\u00fcndete der ehemalige Generalstabschef  Benjamin \u00abBenny\u00bb Gantz die Liste Kachol Lawan (zu Deutsch: Blau-Wei\u00df;  die Farben der israelischen Fahne), die sich erfolgreich als  Mitte-rechts-Alternative zu Netanjahus Likud aufgestellt hat. Laut  Umfragen kann Blau-Wei\u00df am Wahltag mit \u00fcber einem Viertel der  abgegebenen Stimmen rechnen und damit auf Anhieb als gr\u00f6\u00dfte Fraktion in  die Knesset einziehen. Infolgedessen k\u00f6nnte das rechte Lager seine  Mehrheit von 67 der insgesamt 120 Mandate verlieren.<\/p>\n<p>Die Frage nach \u00abBibis\u00bb politischer Zukunft steht damit im Zentrum des  Wahlkampfs. Etwa die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung steht laut Umfragen  weiterhin hinter dem Premierminister. Sie tut die juristischen  Verd\u00e4chtigungen gegen ihn als Bagatelle ab oder denunziert sie gar als  mediale oder linke Verschw\u00f6rung. [&#8230;]<\/p>\n<h2>Die Politik der Alternativlosigkeiten<\/h2>\n<p>Allerdings kann die  derzeitige Lage Israels auch g\u00e4nzlich anders eingesch\u00e4tzt werden. Der  israelisch-pal\u00e4stinensische Konflikt schwelt weiter, und Netanjahus  Regierungen haben in den vergangenen zehn Jahren keine konkreten Pl\u00e4ne  f\u00fcr dessen L\u00f6sung vorgelegt.<a name=\"_ftnref3\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn3\" rel=\"noopener\">[2]<\/a>  Zudem m\u00f6gen die Wirtschaftsdaten zwar gl\u00e4nzend erscheinen, tats\u00e4chlich  aber sind die Kosten der selbst auferlegten Austerit\u00e4tspolitik und einer  Steuerpolitik, die vor allem die Wohlhabenden beg\u00fcnstigen, hoch: Die  durchschnittliche Armutsrate f\u00e4llt in Israel mit 18&nbsp;Prozent h\u00f6her aus  als in allen anderen Industriel\u00e4ndern. Geringe Staatsausgaben verhindern  zudem l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Investitionen in den Umweltschutz und die  Verkehrsinfrastruktur. Zugleich schrumpft die Mittelschicht, der  Reichtum konzentriert sich zunehmend bei einigen wenigen im Land.<a name=\"_ftnref4\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn4\" rel=\"noopener\">[3]<\/a>  Und auch die israelische Demokratie musste erhebliche Einschnitte  hinnehmen: Hart erk\u00e4mpfte B\u00fcrger- und Menschenrechte wurden in den  vergangenen Jahren abgebaut; Rechtspopulist*innen, aber auch  Regierungsvertreter*innen stellen zunehmend demokratische Strukturen  infrage und hetzen gegen Minderheiten.<a name=\"_ftnref5\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn5\" rel=\"noopener\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Dass  der gesellschaftliche Widerstand dagegen so gering ausf\u00e4llt, h\u00e4ngt  nicht zuletzt mit dem gesunkenen Einfluss der israelischen Arbeitspartei  zusammen. Sie regierte das Land bis 1977 durchgehend. In den  vergangenen gut vierzig Jahren wirkte sie jedoch \u2013 unterbrochen durch  kurze Phasen der Regierungsbeteiligung \u2013 vor allem aus der Opposition  heraus. Und ihr politisches Gewicht schwindet weiter: Bei der kommenden  Wahl darf sie gerade einmal mit f\u00fcnf bis acht Prozent der Stimmen  rechnen.<a name=\"_ftnref6\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn6\" rel=\"noopener\">[5]<\/a><span style=\"color: rgb(0, 0, 238); \"><span style=\"text-decoration: underline; \"> <\/span><\/span>[&#8230;]<\/p>\n<p>Das rechte Lager konnte auf diese Weise eine knappe strukturelle  Mehrheit erringen und in den vergangenen Jahrzehnten zwei gro\u00dfe Projekte  durchsetzen: Zum einen hat sie die Wirtschaft (neo-)liberal  ausgerichtet, ungeachtet etwa der massenhaften Sozialproteste im Jahr  2011. Wie um zu beweisen, dass sie tats\u00e4chlich die Interessen der  Oberschicht vertritt, trug die Arbeitspartei diese Politik seit  Jahrzehnten mit und beeinflusste damit auch die Histadrut, den  Dachverband der Gewerkschaften. Folglich gilt die bestehende  Wirtschaftsordnung als alternativlos. Zum anderen konnte das rechte  Lager die Zahl der j\u00fcdischen Siedler*innen im Westjordanland  vervielfachen, sodass ein R\u00fcckbau zugunsten eines Pal\u00e4stinenserstaats  eine kaum zu bew\u00e4ltigende Aufgabe geworden ist. Auch hier konnte es auf  die Arbeitspartei aufbauen, deren letzter Premierminister sich nicht zu  den geforderten Konzessionen gegen\u00fcber den Pal\u00e4stinenser*innen  durchringen konnte und nach den gescheiterten Verhandlungen verk\u00fcndete,  es gebe keinen Partner auf der pal\u00e4stinensischen Seite, woraufhin die  Friedensbewegung zusammenbrach und sich bis heute nicht erholen konnte.  Somit erscheint nicht nur Netanjahus Wirtschaftskurs derzeit  alternativlos, sondern auch seine Beschw\u00f6rung, Israel m\u00fcsse ewig \u00abmit  dem Schwert leben\u00bb.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/csm_grafik_knesset_b8c038a039.jpg\" data-htmlarea-file-uid=\"116615\" style=\"\" width=\"849\" height=\"572\" alt=\"\" \/><\/p>\n<h2>Der Siegeszug des Ethnonationalismus<\/h2>\n<p>Um die Mehrheit seines  Lagers zu sichern, instrumentalisiert Netanjahu obendrein reale und  imaginierte \u00e4u\u00dfere und innere Feinde Israels. Zu diesen z\u00e4hlten zun\u00e4chst  die Pal\u00e4stinenser*innen und der Iran sowie der Unterzeichner der  Oslo-Vertr\u00e4ge, Jitzchak Rabin, sowie das Friedenslager insgesamt und  \u00abdie Linke\u00bb im Allgemeinen. In den vergangenen Jahren gerieten zunehmend  auch Gefl\u00fcchtete, die Medien und unabh\u00e4ngige Gerichte in Netanjahus  Visier.<\/p>\n<p>Die Feindbildung bef\u00f6rderte einen Rechtsruck des gesamten  politischen Spektrums. Der Likud ist heute von seiner alten Garde  ges\u00e4ubert, die sich zwar stramm rechts positionierte, zugleich aber den  Rechtsstaat achtete. Zudem stellen sich im April gleich drei  rechtsradikale Listen zur Wahl. Darunter befindet sich die Liste Union  der Rechten Parteien, mit der Netanjahu j\u00fcngst ein Wahlb\u00fcndnis einging  und zu der auch die offen rassistische Partei J\u00fcdische St\u00e4rke geh\u00f6rt \u2013  eine Nachfolgepartei der als Terrororganisation in Israel und den USA  verbotenen Kach-Bewegung, die vom Aufbau eines dritten Tempels tr\u00e4umt  und einen \u00abj\u00fcdischen Kapitalismus\u00bb f\u00f6rdern m\u00f6chte. Eine weitere Partei,  die Neue Rechte unter F\u00fchrung des Bildungsministers Naftali Bennett und  der Justizministerin Ajelet Shaked, schickt eine Publizistin des  internationalen Hetzmediums Breitbard News ins Rennen. Zusammen k\u00f6nnen  diese Parteien mit mehr als zehn Prozent der Sitze rechnen.<a name=\"_ftnref10\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn10\" rel=\"noopener\">[6]&nbsp;<\/a><\/p>\n<h2>Der Auftritt der Gener\u00e4le<\/h2>\n<p>Zugleich aber beobachtet ein  wachsender Teil der israelischen Bev\u00f6lkerung die Korruptionsvorw\u00fcrfen  gegen Netanjahu und den beschleunigten Abbau der Demokratie mit  Unbehagen. Im Vorfeld der Wahl haben sich daher drei Parteien zur Liste  Blau-Wei\u00df zusammengeschlossen, an deren Spitzen charismatische  Pers\u00f6nlichkeiten stehen, die Netanjahu gemeinsam die Stirn bieten  wollen. Zu ihnen geh\u00f6ren der TV-Moderator Jair Lapid und gleich drei  ehemalige Generalstabschefs der israelischen Armee: Benny Gantz, der der  Liste vorsteht, Mosche \u00abBogie\u00bb Jaalon und Gabi Aschkenasi.<\/p>\n<p>Ihr  gemeinsames Wahlprogramm wurde erkennbar mit hei\u00dfer Nadel gestrickt:  Darin findet sich kein Wort zur Zweistaatenl\u00f6sung, stattdessen aber die  Zusage, sich nicht aus dem Jordantal und Ostjerusalem zur\u00fcckzuziehen,  was de facto eine Absage an einen lebensf\u00e4higen Pal\u00e4stinenserstaat  darstellt. Auch die gegenw\u00e4rtige Wirtschaftspolitik wird nicht  grunds\u00e4tzlich infrage gestellt. Stattdessen sollen die Korruption  bek\u00e4mpft und der Rechtsstaat sowie die Meinungsfreiheit gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>J\u00fcngsten  Umfragen zufolge k\u00f6nnte das blau-wei\u00dfe B\u00fcndnis Netanjahus Likud in der  Knesset mit 35 zu 29&nbsp;Sitzen \u00fcberrunden. Insbesondere Gantz, aber auch  die anderen beiden ehemaligen Generalstabschefs genie\u00dfen enorme  Popularit\u00e4t in Israel, wo die Ernennungszeremonie der oberen Milit\u00e4rs  auf allen Fernsehkan\u00e4len live \u00fcbertragen wird. Und in der Vergangenheit  waren es ebenfalls ehemalige Generalstabschefs wie Jitzchak Rabin und  Ehud Barak von der Arbeitspartei, die gegen den Likud und seine  Kandidaten Wahlen gewannen. <\/p>\n<h2>Die Linke im Schatten<\/h2>\n<p>Derweil  f\u00fchrt die israelische Linke weiterhin ein Nischendasein. \u00abLinks\u00bb ist  landesweit als Schimpfwort eingef\u00fchrt, so etwa auf Schulh\u00f6fen, wo der  Begriff in etwa so gebraucht wird wie das neudeutsche \u00abOpfer\u00bb. Die  Meretz-Partei, die nach wie vor f\u00fcr einen historischen Kompromiss mit  den Pal\u00e4stinenser*innen, soziale Gerechtigkeit und eine progressive  Geschlechter-, Verkehrs- und Umweltpolitik steht, muss um den  Wiedereinzug in die Knesset bangen. Sie ist zu einer Partei des  schwindenden europ\u00e4isch-st\u00e4mmigen Bildungsb\u00fcrgertums geworden. Die  Kandidatenliste von Meretz stellt einen Kompromiss dar zwischen der  Pflege angestammter linksliberaler W\u00e4hlerschichten, etwa in den Kibbuzim  oder im wohlhabenden Norden Tel Avivs, und dem Bestreben, breitere  Schichten anzusprechen. Aus diesem Grund finden sich auf den vorderen  Listenpl\u00e4tzen auch zwei Pal\u00e4stinenser sowie eine aus \u00c4thiopien stammende  Aktivistin.<\/p>\n<p>Noch dramatischer sieht es f\u00fcr die Gemeinsame Liste  aus, das vielleicht spannendste politische Projekt der vergangenen  Legislaturperiode.<a name=\"_ftnref13\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn13\" rel=\"noopener\">[7]<\/a>  Sie ist ein Zusammenschluss von vier unterschiedlichen Parteien, die  die Interessen der pal\u00e4stinensischen Minderheit in Israel vertreten.<a name=\"_ftnref14\" target=\"_top\" href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftn14\" rel=\"noopener\">[8]<\/a>  Die Liste versammelt sehr unterschiedliche politische Positionen, von  sozialistischen \u00fcber liberale bis zu islamisch-konservativen. Mit  13&nbsp;Abgeordneten bildete sie bislang die drittgr\u00f6\u00dfte Knesset-Fraktion.  Unter ihren Abgeordneten gab es Muslim*innen, Christ*innen, Drus*innen,  Beduin*innen sowie einen j\u00fcdischen Sozialisten. Vor allem die  sozialistische Partei Chadasch sorgte innerhalb des B\u00fcndnisses daf\u00fcr,  dass die Gemeinsame Liste f\u00fcr ein Ende der israelischen Besatzung und  mehr soziale Gerechtigkeit eintrat.<\/p>\n<p>Allerdings kann die Liste kaum  politische Erfolge vorweisen, da sie durchgehend aus dem politischen  Geschehen ausgeschlossen wurde. Hinzu gesellten sich personelle  Querelen, vor allem der F\u00fchrungsanspruch des Politikers Ahmad Tibi, was  schlie\u00dflich zu ihrer Spaltung f\u00fchrte. Im April stehen daher vier  Parteien in zwei getrennten Listen zur Wahl, die obendrein  programmatisch v\u00f6llig willk\u00fcrlich zusammengesetzt sind, was ihre  Erfolgschancen erheblich mindert.<\/p>\n<section class=\"component component--textmedia\" id=\"c43055\">\n<div class=\"textmedia textmedia--above\">\n<div class=\"textmedia__text\">\n<h2>Aussichten<\/h2>\n<p>Somit  werden am 9. April wohl der Likud auf der einen und Blau-Wei\u00df auf der  anderen Seite das Rennen unter sich ausmachen. Gewinnt das  rechtsnationalistische Lager die Wahlen, so wird die jetzige Politik  fortgef\u00fchrt oder intensiviert \u2013 zumal Netanjahu wegen der Anklagen gegen  ihn und des voraussichtlichen Erstarkens seiner rechtsradikalen  Koalition\u00e4re erpressbar sein wird, etwa bezogen auf die Annexion von  Teilen der Westbank oder die Vertiefung rechtsnationaler und mitunter  messianischer Inhalte im gesamten Bildungssystem. Ob er die kommende  Legislaturperiode in G\u00e4nze \u00fcbersteht, h\u00e4ngt indes auch von der Justiz  ab. Es ist zumindest zweifelhaft, dass \u00abBibi\u00bb eine Mehrheit f\u00fcr ein  Gesetz zusammenbekommt, das amtierenden Premierministern Immunit\u00e4t  garantiert.<\/p>\n<p>Verliert das rechte Lager hingegen seine Mehrheit,  kommt damit nicht automatisch Blau-Wei\u00df an die Regierung. Denn sie will  weder mit dem Likud unter Netanjahu noch mit arabischen Parteien  koalieren. Entsprechend schwierig w\u00fcrde sich die Regierungsbildung unter  Beteiligung von Parteien aus dem derzeitigen Regierungslager gestalten.  Immerhin k\u00f6nnte eine Regierungsbeteiligung von Blau-Wei\u00df den  fortschreitenden Abbau der Demokratie aufhalten, die weitere Besiedlung  der Westbank verlangsamen und die kriegerische Rhetorik gegen den Iran  abschw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Die rechte Hegemonie im Lande bleibt somit aller  Voraussicht nach bestehen, und eine neue Friedensinitiative oder die  Durchsetzung einer gerechteren Wirtschaftsordnung bleibt die Aufgabe  k\u00fcnftiger Generationen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><b>Quellen<\/b><\/p>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref1\" target=\"_top\" name=\"_ftn1\" rel=\"noopener\">[1]<\/a>  Ein Erbe des angels\u00e4chsischen Systems aus der britischen Mandatszeit.  Seine Funktion entspricht in etwa dem Generalbundesanwalt in der  Bundesrepublik Deutschland.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref3\" target=\"_top\" name=\"_ftn3\" rel=\"noopener\">[2]<\/a> Mehr zum Ist-Zustand des israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikts siehe: Cohen, Tsafrir: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.org.il\/losungsmoglichkeiten-aus-heutiger-sicht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten aus heutiger Sicht<\/a>, 31.5.2017.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref4\" target=\"_top\" name=\"_ftn4\" rel=\"noopener\">[3]<\/a> Zu den Disparit\u00e4ten der israelischen Wirtschaft siehe Swirski, Shlomo: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.org.il\/nicht-wirklich-eine-start-up-nation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nicht wirklich eine Start-up-Nation<\/a>, 24.9.2016.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref5\" target=\"_top\" name=\"_ftn5\" rel=\"noopener\">[4]<\/a> Zur Vertiefung siehe den Schwerpunkt <a href=\"http:\/\/www.rosalux.org.il\/schwerpunkt-israelische-demokratie-2018\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abIsraelische Demokratie\u00bb<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref6\" target=\"_top\" name=\"_ftn6\" rel=\"noopener\">[5]<\/a> Zur Lage der Arbeitspartei siehe auch Manekin, Mikhael: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.org.il\/arbeitspartei-auf-abwegen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arbeitspartei auf Abwegen<\/a>, 20.12.2016.<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref10\" target=\"_top\" name=\"_ftn10\" rel=\"noopener\">[6]<\/a> Die Sperrklausel liegt in Israel bei 3,25 Prozent.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref13\" target=\"_top\" name=\"_ftn13\" rel=\"noopener\">[7]<\/a> Siehe hierzu Amoury, Hana\/Bartal, Yossi\/Cohen, Tsafrir: Die <a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/8809\/die-gemeinsame-liste-und-progressive-politik-in-israel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abGemeinsame Liste\u00bb und progressive Politik in Israel<\/a>, RLS-Standpunkte 24\/2016.<\/p>\n<div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rosalux.de\/publikation\/id\/40128#_ftnref14\" target=\"_top\" name=\"_ftn14\" rel=\"noopener\">[8]<\/a> Diese machen in etwa 20 Prozent aller israelischen Staatsb\u00fcrger*innen aus. Siehe hierzu auch Espanioly, Nabila: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.org.il\/die-palastinensischen-staatsburgerinnen-israels\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eine Minderheit, die nicht mehr schweigt<\/a>, 22.9.2016.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Knessetwahlen am 9. 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