{"id":23623,"date":"2020-06-24T13:56:04","date_gmt":"2020-06-24T11:56:04","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/blog\/unkategorisiert\/die-corona-krise-als-teil-einer-viel-umfassenderen-krise-der-zivilisation\/"},"modified":"2023-09-27T16:11:12","modified_gmt":"2023-09-27T14:11:12","slug":"die-corona-krise-als-teil-einer-viel-umfassenderen-krise-der-zivilisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/blog\/article\/die-corona-krise-als-teil-einer-viel-umfassenderen-krise-der-zivilisation\/","title":{"rendered":"Die Corona-Krise als Teil einer viel umfassenderen Krise der Zivilisation"},"content":{"rendered":"<p><span lang=\"DE\"><\/span>Covid-19 ist das erste Mal im November 2019 in der chinesischen Provinz Hubei in der Stadt Wuhan identifiziert worden. Der Ursprung dieser Infektionskrankheit liegt in einem Virus, der h\u00f6chst wahrscheinlich von einer Hufeisennasen-Fledermaus auf einen Menschen \u00fcbergesprungen ist. Diese Tatsache ist weitgehend bekannt, wird aber in ihrer Tragweite auffallend wenig diskutiert. Was bedeutet es f\u00fcr uns, wenn Menschen sich bei Tieren mit t\u00f6dlichen Krankheiten anstecken? Ist das normal, oder ist das ein einmaliger Unfall?<\/p>\n<p>Leider ist dieses \u00dcberspringen von Viren von Wirbeltieren auf den Menschen mitnichten eine Ausnahme. Bei Infektionskrankheiten, die den Menschen befallen, stammen 60% der Erreger von Wirbeltieren. Diese Viren werden \u201ezoonotisch\u201c genannt. Deren Zahl ist noch h\u00f6her, wenn wir uns die Urspr\u00fcnge von neuen Infektionskrankheiten ansehen: 75% der neuen Erreger, die Menschen zu schaffen machen, stammen von Tieren.[1]<\/p>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<h2 style=\" text-align:justify; line-height:115%\"><b><span lang=\"DE\">Corona und das \u00dcberschreiten planetarer Grenzen<\/span><\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<p>Aber wie kommt es zu diesem \u201e\u00dcberspringen\u201c, zum Wechsel des Wirts des Virus? Um das zu kl\u00e4ren, m\u00fcssen wir einen Schritt zur\u00fcck machen und das Tier-Mensch-Verh\u00e4ltnis und die Struktur der Mensch-Umweltbeziehungen in den Blick nehmen. Es ist bezeichnend, dass das Jahr 2019, das Jahr des \u201czoonotischen Ereignisses\u201d, des \u00dcberspringens des Corona-Virus auf den Menschen, gleichzeitig auch das Jahr war, durch welches ein neuer Negativrekord aufgestellt wurde: Global gesehen war die Durchschnittstemperatur seit Beginn der Messungen noch nie so hoch. Dabei stellt sich unmittelbar die Frage nach den \u201cplanetarischen Grenzen\u201d. Diese \u201cGrenzen\u201d sind ein naturwissenschaftliches Konzept, das vom Stockholm Resilience Centre entwickelt wurde.[2] Eine dieser Grenzen ist die viel diskutierte und im Moment besonders dr\u00e4ngende Klimaerhitzung. Denn um den Temperaturanstieg zumindest auf 1,5 Grad zu begrenzen, bleibt nur noch sehr wenig Zeit.<\/p>\n<p>Die Klimaerhitzung ist aber nur eine (!) der globalen Grenzen, die wir nur zum Preis der eigenen Vernichtung l\u00e4ngerfristig \u00fcberschreiten k\u00f6nnen. Sofern wir als Menschen dauerhaft in einer sicheren Umwelt leben wollen, m\u00fcssen wir nicht nur die Temperatur unterhalb von maximal 1,5 Grad Celsius des vorindustriellen Niveaus halten, sondern auch die Meere vor Versauerung sch\u00fctzen, die Humusschichten f\u00fcr die Landwirtschaft bewahren, die Biodiversit\u00e4t erhalten und vieles mehr. Doch auch das gelingt nicht gut: drei dieser zehn Grenzen haben wir bereits \u00fcberschritten.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" height=\"526\" width=\"751\" data-htmlarea-file-uid=\"117487\" src=\"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/csm_estimate_of_quantitative_evolution_of_control_variables_new_0b47a1925e.png\" style=\"\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p class=\"align-justify\" style=\"font-size: 10px; line-height: 1.4; width: 70%; text-align: justified; text-justify: inter-word; margin-left:6%\"><u>Anmerkung<\/u>: Das innere (gr\u00fcn) schraffierte Nonagon stellt den sicheren Operationsraum mit vorgeschlagenen Grenzniveaus an seiner Au\u00dfenkontur dar. Die Ausdehnung der Kegel f\u00fcr jede Begrenzung zeigt die Sch\u00e4tzung der aktuellen Position der Variablen. Die Punkte zeigen die gesch\u00e4tzte j\u00fcngste zeitliche Entwicklung (1950-heute) jeder Steuervariablen. Beim Verlust der biologischen Vielfalt \u00fcbersteigt das gesch\u00e4tzte aktuelle Grenzniveau von &gt;100 Extinktionen pro Million Artenjahre den in der Abbildung verf\u00fcgbaren Raum. <\/p>\n<p style=\"font-size: 10px; \">Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ecologyandsociety.org\/vol14\/iss2\/art32\/\" class=\"external-link-new-window\" title=\"Opens internal link in current window\">Rockstr\u00f6m, J., W. Steffen, K. Noone et al. 2009. Planetary  boundaries: exploring the safe operating space for humanity.&nbsp;Ecology and  Society&nbsp;14(2): 32.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<p>Das Ausma\u00df des Artensterbens hat bereits jetzt katastrophale Ausma\u00dfe angenommen. Wissenschaftler*innen nennen unser Zeitalter daher das Zeitalter des sechsten Massensterbens. <\/p>\n<p><b>Was hat das nun mit Corona zu tun?<\/b> Zwei der planetarischen Grenzen sind Biodiversit\u00e4t und die Landnutzungs\u00e4nderung, also die Frage der Abholzung von W\u00e4ldern. Schon alleine mit diesen zwei Grenzen l\u00e4sst sich weitgehend erkl\u00e4ren, was als Hintergrund f\u00fcr die Entstehung des Corona-Virus verantwortlich gemacht werden kann, n\u00e4mlich die Tatsache, dass die Menschheit der Natur im wahrsten Sinne des Wortes immer weiter \u201cauf den Pelz r\u00fcckt\u201d.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<h2 style=\" text-align:justify; line-height:115%\"><b><span lang=\"DE\">Das Kapitaloz\u00e4n und die Ausbeutung des Globalen S\u00fcdens <\/span><\/b><\/h2>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<p>Die Hauptursache f\u00fcr Corona ist die stetige Einverleibung immer weiterer Bereiche des Wirtschaftens in internationale kapitalistische Wertsch\u00f6pfungsketten. Wir m\u00fcssen hier klar festhalten, dass es nicht \u201edie Menschen\u201c als solche sind, die dieses Ausma\u00df an Naturzerst\u00f6rung hervorbringen. Deswegen ist es auch besser vom \u201eKapitaloz\u00e4n\u201c zu sprechen als vom \u201eAnthropoz\u00e4n\u201c. Der Begriff des Anthropoz\u00e4ns legt nahe, dass es die Menschheit als Gattung w\u00e4re, die f\u00fcr dieses Ausma\u00df an Naturzerst\u00f6rung verantwortlich w\u00e4re. Aber es sind nicht die Menschen als solche, sondern die kapitalistische Akkumulation und die kapitalistischen Herrschaftsverh\u00e4ltnisse und die daraus resultierende zunehmende Verwertung (auch) von Natur.[3]<\/p>\n<p>Die Finanzialisierung der Wirtschaft und der zunehmende Wettbewerbsdruck f\u00fchren dazu, dass L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens gezwungen sind, ihre Rohstoffe in immer gr\u00f6\u00dferem Ausma\u00df auszubeuten und ihre landwirtschaftlichen Anbaufl\u00e4chen st\u00e4ndig auszuweiten. Einer dieser \u201eRohstoffe\u201c sind Tiere. Dabei erh\u00f6ht beispielsweise Massentierhaltung, eine besonders grausame Form der Natur-Verwertung, &nbsp;das Risiko einer Pandemie. Es sind genau \u201eunsere Nutztiere&quot; (Schafe, K\u00fche und Schweine), die die meisten Virenst\u00e4mme in sich tragen (30 Virenst\u00e4mme im Schnitt), w\u00e4hrend wild lebende Wirbeltiere im Durchschnitt nur einen Virenstamm aufweisen.[4]<\/p>\n<p>Im Kapitaloz\u00e4n wird immer mehr an noch einigerma\u00dfen unber\u00fchrter Natur zerst\u00f6rt, und die dort lebenden Tiere massiv unter Druck gesetzt. Insbesondere durch diese Zerst\u00f6rung nat\u00fcrlichen Lebensraums, durch die ganze Spezies ausgerottet werden, werden die einzelnen Tiere unter starken Stress gesetzt, was ihr Immunsystem <a href=\"https:\/\/science.orf.at\/stories\/3200448\/\">sch\u00e4digt<\/a>, sodass sie eher Tr\u00e4ger von Krankheitserregern werden. Diese Tiere kommen dann au\u00dferdem notgedrungen in immer gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he zum Menschen. Neben der Ausweitung der Landwirtschaft und des Rohstoffabbaus sind auch die fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfige Ausweitung von Stra\u00dfen und St\u00e4dte mitverantwortlich. Beides f\u00fchrt zu verst\u00e4rktem Abholzen und erh\u00f6htem Verkehrsaufkommen, was ebenfalls die Verbreitung der Viren unterst\u00fctzen kann. Auf der Ebene des Weltsystems ist nat\u00fcrlich unmittelbar die Flugindustrie wesentlich f\u00fcr die rasante Ausbreitung von Viren verantwortlich.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<h2 style=\" text-align:justify; line-height:115%\">Neue wissenschaftliche Ans\u00e4tze f\u00fcr ein ganzheitliches Verst\u00e4ndnis von <span lang=\"DE\">\u201e<\/span>planetarer Gesundheit&quot;<\/h2>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<p>Es ist kein Zufall, dass gerade jetzt von der Wissenschaft zwei Konzepte diskutiert werden, die weitgehend mit linken Kritiken der neoliberalen Globalisierung \u00fcbereinstimmen. Zum eines ist es das \u201cOne Health\u201c-Konzept, das eine Kombination von humaner und veterin\u00e4rer Medizin propagiert, die gleichzeitig mit anthropologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen gedacht werden, um eine \u201eganzheitliche\u201c Gesundheit zu erm\u00f6glichen. Das zweite Konzept wird \u201cPlanetarische Gesundheit\u201d (Planetary Health) genannt. Dieses \u201ebefasst&nbsp;sich mit den Zusammenh\u00e4ngen zwischen der menschlichen Gesundheit und den politischen, \u00f6konomischen und sozialen Systemen, sowie den nat\u00fcrlichen Systemen unseres Planeten, von denen die Existenz der menschlichen Zivilisation abh\u00e4ngt.\u201c[5]<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/pdfs\/journals\/lancet\/PIIS0140-6736(14)60409-8.pdf\">Manifest<\/a> \u201cVon \u00f6ffentlicher Gesundheit zu planetarischer Gesundheit\u201d bietet sehr spannende Ankn\u00fcpfungspunkte f\u00fcr vielf\u00e4ltige und auch widerspenstige Praktiken. Darin wird von einer n\u00f6tigen neuen \u201cPhilosophie des Lebens\u201d gesprochen, der vorherrschende Neoliberalismus offen verurteilt und &nbsp;die Verbundenheit der Menschen untereinander, aber auch mit dem Rest der Umwelt als n\u00f6tige Vorbedingung bestimmt, damit wir zu einem \u201cneuen Verst\u00e4ndnis des Planetismus und des Wohles aller\u201d gelangen k\u00f6nnen. Dieses Konzept stellt eine breite Reflexion \u00fcber die Grundlagen des \u201cguten Lebens f\u00fcr alle\u201d dar, f\u00fcr die die Linke weltweit seit jeher k\u00e4mpft.<\/p>\n<h2>Der westliche Cartesianismus macht sich locker und \u00f6ffnet sich anderen Epistemologien <\/h2>\n<p style=\"text-align:justify; line-height:115%\"><span lang=\"DE\"><\/span><\/p>\n<p>Dieses neue Bewusstsein und die damit neue Sprache bietet klare Ankn\u00fcpfungspunkte an Erkenntnistheorien (Epistemologien) und Praxen aus Gesellschaften des Globalen S\u00fcdens. Beispielhaft w\u00e4ren die heute besonders gut bekannten lateinamerikanischen Praxen des Sumak kawsay und des Buen Vivir genannt, aber auch in Europa leider weniger diskutierte Prinzipien wie die indischen Sarvodaya- oder Gram Sabha-Konzepte, das s\u00fcdafrikanische Ubuntu oder Julius Nyerere&#8217;s Ujamaa.<\/p>\n<p>In den USA und in der EU wird der Begriff Green New Deal sp\u00e4testens seit M\u00e4rz 2019 stark diskutiert. Auch wenn das vielf\u00e4ltige und keineswegs homogene Projekt mit dem R\u00fcckzug von Bernie Sanders aus den US-Vorwahlen der Demokraten am 8. April 2020 einen schweren R\u00fcckschlag erhalten hat, bleibt es doch in den breiten linken Bewegungen des Globalen Nordens das bislang einzige, dass transformatorische Ans\u00e4tze bietet.<\/p>\n<p>Der Green New Deal, so wie er von den Linken in den USA und Europa diskutiert wird, bietet zwar gro\u00dfartige Ansatzpunkte, ist aber leider jeweils nur auf den eigenen Kontinent ausgerichtet. Hier muss die Linke auf beiden Seiten des Nord-Atlantik viel von den eben genannten politischen Projekten und Epistemologien der Gesellschaften des Globalen S\u00fcdens lernen. Das ist einer der Gr\u00fcnde, weshalb transform! europe in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) Br\u00fcssel, der RLS New York und dem Transnational Institute (TNI) vor Kurzem eine <a href=\"https:\/\/www.transform-network.net\/webinars\/detail\/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=9163&amp;cHash=624f38374b9b989cde2a70eb5d7ba5a2\">Webinar Serie<\/a> gestartet hat, in der wir diskutieren, wie ein a priori internationalistischer \u201eGlobal Green New Deal\u201c aussehen k\u00f6nnte \u2013 ein &nbsp;politisches Projekt, bei dem sich Europa klar \u201e<a href=\"https:\/\/www.campus.de\/buecher-campus-verlag\/wissenschaft\/geschichte\/europa_als_provinz-3806.html\">provinzialisieren<\/a>\u201c w\u00fcrde.<\/p>\n<h2><b><span lang=\"DE\">Ein provinzialisiertes Europa als Teil eines weltweiten radikalen Projektes<\/span><\/b><\/h2>\n<p>In den 1990ern wurde ein wundervolles philosophisches Dialogprogramm zwischen lateinamerikanischen Befreiungsphilosoph*innen und Vertreter*innen der europ\u00e4ischen Diskurstheorie abgehalten. Ziel war es, die Frage zu diskutieren, wie eine transkulturelle Philosophie im Sinne der Unterdr\u00fcckten und Ausgeschlossenen wirken k\u00f6nnte. Hintergrund der Diskussion war die Ablehnung des vor allem mit den Namen Habermas und Karl-Otto Apel verbundenen Theorien zur \u201eRealisierung der idealen Kommunikationsgemeinschaft\u201c.[6] Angef\u00fchrt wurde der \u201eAufstand\u201c gegen die europ\u00e4ischen Vertreter der \u201eunvollendeten Moderne\u201c (Habermas) durch Enrique Dussel, den wohl ber\u00fchmtesten Vertreter der Befreiungsphilosophie weltweit. Nachdem 1973 in seinem Heimatland Argentinien ein Bombenanschlag auf ihn ver\u00fcbt wurde, lebt und arbeitet Dussel in Mexiko. Vor dort aus hat sein Projekt einer Transmoderne, die von den Ausgeschlossenen und Unterdr\u00fcckten her denkt, gegenhegemoniale Epistemologien gest\u00e4rkt.<\/p>\n<h2 style=\" text-align:justify; line-height:115%\"><b><span lang=\"DE\">Wie weiter?<\/span><\/b><\/h2>\n<p>Die Corona-Krise ist das Ergebnis einer nicht nachhaltigen Lebensweise, vorangetrieben durch Kapitallogik und Konsumismus, der mit ersterer einhergeht. Die Jagd nach hohen Profitraten, der Klassenkampf gegen die Unterdr\u00fcckten und die stetige Inwertsetzung der Natur im Kapitalismus sind die Ursachen dieser katastrophalen Krise. Wenn wir nicht zu einem guten Leben f\u00fcr alle kommen, dann wird diese Krise verblassen gegen\u00fcber der noch kommenden.<\/p>\n<\/p>\n<p><b>Anmerkungen<\/b><\/p>\n<p>[1] Jones, K., Patel, N., Levy, M.&nbsp;et al.,&nbsp;\u2018Global trends in emerging  infectious diseases\u2019,&nbsp;Nature&nbsp;451,&nbsp;990\u2013993 (2008):  https:\/\/doi.org\/10.1038\/nature06536<\/p>\n<p>[2] Rockstr\u00f6m, J., Steffen, W., Noone, K. et al. (2009), \u2018Planetary  boundaries: exploring the safe operating space for humanity\u2019,&nbsp;Ecology  and Society&nbsp;14(2): 32. [online] URL:  <a href=\"https:\/\/www.ecologyandsociety.org\/vol14\/iss2\/art32\/\">https:\/\/www.ecologyandsociety.org\/vol14\/iss2\/art32\/<\/a>&nbsp;<\/p>\n<p>[3] Siehe hierzu, auch zur Kritik des Konzepts des Kapitaloz\u00e4n: Elmar Flatschart: (2017) Anthropoz\u00e4n oder Kapitaloz\u00e4n? Der emanzipatorische Gehalt \u00f6kologischer Krisenbearbeitung zwischen Gesellschaft und Technik. In: Buckermann, Paul\/Koppenburger, Anne\/Schaupp, Simon: Kybernetik, Kapitalismus, Revolutionen. Emanzipatorische Perspektiven im technologischen Wandel. Unrast, M\u00fcnster, 127-161<\/p>\n<p>[4] Johnson, CK., Hitchens, PL., Pandit, PS., Rushmore, J., Evans, TS., Young, CCW., Doyle, MM. (2020), Global shifts in mammalian population trends reveal key predictors of virus spillover risk. Proc. R. Soc. B 287: 20192736., https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/10.1098\/rspb.2019.2736 , 6.<\/p>\n<p>[5] Olaf M\u00fcller et al.: Planetary Health: Ein umfassendes Gesundheitskonzept, Dtsch Arztebl (2018); 115(40): A-1751 \/ B-1473 \/ C-1459.<\/p>\n<p>[6] Karl-Otto Apel: \u2018Die Diskursethik vor der Herausforderung der  \u201cPhilosophie der Befreiung\u201d. Versuch einer Antwort an Enrique Dussel\u2019  in: Ra\u00fal Fornet-Betancourt (ed.), Diskursethik oder Befreiungsethik?,  Aachen 1992, p. 17.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Krise hat weltweit bereits mehr als eine halbe Million Menschen get\u00f6tet. Zurecht konzentrieren sich Politik und Gesellschaft im Moment auf die Bek\u00e4mpfung des Virus. Aber dahinter steht die in Zeitlupentempo explodierende Umweltkatastrophe. Die Corona-Krise ist eingebettet in diese viel gr\u00f6\u00dfere Krise und mit ihr urs\u00e4chlich verbunden!<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":13681,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[61,2458],"tags":[],"class_list":["post-23623","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-article","category-artikel","person-roland-kulke-2"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23623"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23623\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23629,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23623\/revisions\/23629"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13681"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wwwdev-transform-network-net.sociality.gr\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}